Zur Bankenrettung

Italien: Gentiloni will 15 Mrd. Euro lockermachen

Wirtschaft
15.12.2016 10:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bis zu 15 Milliarden Euro will Italiens neuer Regierungschef Paolo Gentiloni für einen Staatsfonds zur Sicherung von Problembanken reservieren. Die Sicherung von ins Straucheln geratenen Geldhäusern soll kommende Woche abgesegnet werden.

Nachdem Gentiloni seine Amtsgeschäfte in Rom aufgenommen hat, befasst sich das Kabinett jetzt intensiv mit dem Thema Bankenrettung. Am 22. Dezember soll ein Regierungsdekret zur Bankenrettung verabschiedet werden, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".

Milliarden-Investitionen sollen Kapitalerhöhungen garantieren
Davon sollen nicht nur die Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS), sondern auch andere Problemgeldhäuser - wie die Volksbank von Vicenza und die Veneto Banca - profitieren. Bis zu 15 Milliarden Euro soll der Staat zur Stützung krisengeschüttelter Institute lockermachen. Weitere 80 Milliarden Euro sollen die Kapitalerhöhungen garantieren, die die Banken, darunter MPS, planen.

Gentiloni berät mit Experten des Wirtschaftsministeriums, wie der Staat die MPS-Bank, das drittgrößte Geldhaus des Landes, auffangen kann. Das Wirtschaftsministerium hält bereits eine vierprozentige Beteiligung an der ältesten Bank der Welt. Obwohl Europas Politik nach der Finanzkrise geschworen hatte, dass nie wieder Steuerzahler Banken retten sollen, denkt Italien an eine sogenannte vorsorgliche Rekapitalisierung, die die Europäische Union den Regierungen als Hintertür offenlässt, um Banken zu retten.

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