Do, 13. Dezember 2018

Blutbad bei Mossul

28.10.2016 11:33

IS-Schlächter massakrierten 232 Menschen

Dschihadisten haben laut Angaben der UNO nahe ihrer irakischen IS-Hochburg Mossul am Mittwoch 232 Menschen massakriert, die sich geweigert hatten, sich als menschliche Schutzschilde missbrauchen zu lassen. Wie eine UNO-Sprecherin am Freitag in Genf sagte, hatten die Extremisten zuvor Zehntausende Menschen aus dem Umland entführt und sie nach Mossul gebracht. Jene, die sich den Anordnungen widersetzten, sind demnach auf der Stelle erschossen worden.

Derzeit läuft eine Großoffensive der irakischen Streitkräfte, die mit Unterstützung schiitischer und kurdischer Milizen den IS aus seiner letzten Hochburg im Irak vertreiben wollen. Schiitische Milizen im Irak kündigten unterdessen eine Offensive im Grenzgebiet zur Türkei an und steuern damit auf eine Konfrontation mit dem Nachbarland zu. Die Offensive richte sich gegen IS-Stellungen westlich von Mossul, hieß es am Freitag. Der Vorstoß sei Teil der Offensive zur Rückeroberung von Mossul, das seit 2014 vom IS beherrscht wird. Stoßrichtung des Angriffs sei die Stadt Tal Afar.

Türkei warnt vor Vertreibungskämpfen
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Mittwoch gewarnt, die Türkei werde geeignete Maßnahmen einleiten, sollte Tal Afar angegriffen werden. Die Türkei fürchtet, der Einsatz schiitischer Milizen in der sunnitisch geprägten Region werde zu Vertreibungskämpfen zwischen den Religionsgruppen führen.

Zudem leben in der irakischen Region auch Turkmenen, für die sich die türkische Regierung verantwortlich fühlt. In Tal Afar lebte eine Mischung aus Sunniten und schiitischen Turkmenen, bis die Schiiten 2014 vor den radikal-sunnitischen IS-Kämpfern flohen, die den Norden des Irak überrannten und ein Kalifat ausriefen, das Teile des Irak und Syriens umfasst.

Rückeroberung von Mossul läuft seit 17. Oktober
Die irakische Armee hat am 17. Oktober die Offensive auf Mossul gestartet. Unterstützt wird sie dabei von schiitischen Milizen und kurdischen Kämpfern sowie der Luftwaffe der US-geführten Koalition. Den Schiitenmilizen wirft die UNO Übergriffe auf Sunniten vor. So sollen sie im Juli mehr als 640 sunnitische Männer und Jugendliche aus der ehemaligen IS-Hochburg Falludscha entführt haben. Demnach sollen weitere 50 Personen erschossen oder zu Tode gefoltert worden sein.

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