Do, 21. Juni 2018

Eskalation im Hof

05.09.2016 15:33

Verletzte bei Häftlings-Streit mit Metallstangen

"Die Gewaltbereitschaft bei Häftlingen ist höher denn je" - dieser erst wenige Tage alte "Krone"-Titel bewahrheitete sich Montag in der Innsbrucker Justizanstalt auf erschreckende Weise: Fünf Häftlinge aus Osteuropa gingen im Spazierhof mit Metallstangen auf drei Insassen aus Nordafrika los. Alle drei wurden verletzt.

Zur Eskalation kam es gegen 9.30 Uhr beim täglichen Hof-Spaziergang der "Zieglstadl"-Häftlinge. Drei osteuropäische Insassen hatten plötzlich Metallstangen in Händen. Sie stammten - wie sich später herausstellte - aus den Kleiderkästen der Männer und dienten zum Aufhängen von Kleidung.

Einsatzgruppe beendete Spuk

Es folgte ein kurzer, aber heftiger Raufhandel. Sofort schritt eine für solche Vorfälle bereitstehende Einsatzgruppe ein und beendete den Spuk. "Einen Angriff auf einen unserer Mitarbeiter gab es nicht. Doch die drei angegriffenenen Häftlinge wurden verletzt, einer musste stationär aufgenommen werden", so Anstaltsleiter Reinhard Potocnik im "Krone"-Gespräch.

Motiv muss ermittelt werden

Die fünf Osteuropäer wurden abgesondert, sie werden nun zu möglichen Motiven befragt. Als Konsequenz steht auf jeden Fall fest, dass die Stangen (eigentlich gebogene Bleche) aus den Spinden entfernt werden.

Zunehmende Gewalt registriert

Wie berichtet, beklagen sich die Justizwachebeamten über die zunehmende Gewalt im Gefängnis mit seinen 500 Insassen. "Ja, die Situation verändert sich. Wir haben einen massiven Ausländeranteil mit vielen verschiedenen Ethnien und Kulturen. Das birgt öfters Sprengstoff, doch diese Probleme müssen wir versuchen zu lösen", sagt Potocnik.

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