Christoph Harting

Nach skurriler Hymnenshow: Olympiasieger angezeigt

Sport
04.09.2016 12:32

Nach seinem umstrittenen Auftritt bei der Diskus-Siegerehrung bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro droht Goldmedaillengewinner Christoph Harting ein juristisches Nachspiel. Eine Privatperson soll gegen den Bundespolizisten Anzeige erstattet haben.

Das Verhalten des Diskuswerfers beim Abspielen der deutschen Hymne sorgte für Entrüstung unter seinen Landsleuten. Der Nachfolger seines Bruders Robert als Olympiasieger hatte die Arme verschränkt, geschunkelt und Grimassen geschnitten.

Wenige Tage danach kam die Entschuldigung von Harting. "Ich möchte allen Leuten, die sich auf den Schlips getreten fühlen, den Zuschauern, die zu Hause geklatscht und mitgefiebert haben, bei denen möchte ich mich entschuldigen und ihnen erklären, dass ich diesen Erfolg weder verarbeitet habe noch in dem Moment verarbeiten konnte."

Jochen Maron, Leiter einer Polizeisportschule und Vorgesetzter von Harting, bestätigte die Anzeige gegenüber der "Welt am Sonntag". Auch ein internes Verfahren soll bei der Bundespolizei eingeleitet werden. "Ich stehe dem Verhalten von Christoph Harting sehr kritisch gegenüber. Dieser Vorfall wird auch in jedem Fall noch nachbereitet", so Maron.

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