06.07.2016 17:35 |

Wimbledon

Mega-Krimi! Federer rackert sich ins Semifinale

Nach dem Happy End in einer dramatischen Partie riss Roger Federer die Arme in die Höhe und genoss den Applaus auf dem Centre Court von Wimbledon. Nach Abwehr dreier Matchbälle und einem Fünf-Satz-Sieg über den Kroaten Marin Cilic wendete der siebenfache Champion ein Viertelfinal-Aus gerade noch ab. Federer bewahrte sich die Chance auf den Rekordsieg beim berühmtesten Tennisturnier der Welt. Zum letzten Halbfinalisten mauserte sich am späten Abend dann Lokalmatador Andy Murray.-

Mit 6:7(4), 4:6, 6:3, 7:6(9), 6:3 gewann Federer seine erste echte Prüfung bei seiner 18. Wimbledon-Teilnahme. Damit zog der Schweizer am Mittwoch doch noch zum elften Mal in das Halbfinale des Rasenturniers in London ein und verhinderte es, sich nach dem sensationellen Drittrunden-Aus des serbischen Titelverteidigers Novak Djokovic ebenfalls zu verabschieden. Nebenbei übertraf Federer den Siegrekord von Martina Navratilova.

Unglaubliches Match
"Ich könnte nicht glücklicher sein", sagte der 34-jährige Federer. "Ich war in so großen Problemen. Es war ein unglaubliches Match. Die letzten drei Sätze waren richtig gut. Das ist ermutigend für mich." Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft er am Freitag auf den Weltranglisten-Siebenten Milos Raonic aus Kanada, der den Djokovic-Bezwinger Sam Querrey 6:4, 7:5, 5:7, 6:4 besiegte.

Den ersten Satz entschied Cilic im Tiebreak für sich, im zweiten Durchgang reichte dem klar stärkeren Kroaten ein Break zum Satzgewinn. Die größte Chance auf die Vorentscheidung verpasste der an neun gesetzte US-Open-Sieger von 2014 im dritten Satz beim Stand von 3:3, als er drei Breakbälle in Folge nicht verwerten konnte. Direkt im Anschluss nahm Federer Cilic den Aufschlag ab und sicherte sich den Satz.

Cilic blieb jedoch dran. Beide Male, als Federer im vierten Satz gegen den Matchverlust servierte, geriet er in Bedrängnis. Bei 4:5 wehrte er einen ersten Matchball mit einem Aufschlagpunkt ab, bei 5:6 mit einem Ass. Im Tiebreak führte Federer 6:4. Wenig später musste er einen dritten Matchball abwehren und tat dies erneut mit dem Service. Den fünften Satzball nutzte er dann zum 11:9, ehe er im Finale den Sack dank eines Breaks zum 5:3 zumachte und seinen ersten Matchball verwertete.

307. Sieg
Bei all der Dramatik im ersten Mittwoch-Spiel auf dem Centre Court geriet zur Nebensache, dass er einen weiteren Rekord in seiner einzigartigen Karriere aufstellte. Federer feierte seinen 307. Sieg bei einem der vier wichtigsten Turniere, so viele hat kein anderer geschafft. Nach dem Achtelfinale hatte er sich die Bestmarke mit Martina Navratilova geteilt.

Federer und Wimbledon - das ist eine andauernde Liebesbeziehung. In diesem Jahr waren die Erwartungen nach seinen Verletzungsproblemen gering. Der zweifache Zwillingsvater hatte sich nach den Australian Open beim Baden seiner Töchter den Meniskus gerissen. Anschließend bremsten ihn eine Erkrankung und Rückenprobleme. Die French Open in Paris verpasste der Weltranglisten-Dritte.

So kam der Baselbieter mit wenig Match-Praxis und ohne einen einzigen Turniersieg in dieser Saison in Wimbledon an. Überraschend leicht und ohne Satzverlust bahnte er sich dann seinen Weg bis ins Viertelfinale. Er präsentierte sich entspannt und gut gelaunt, war aber in den ersten Runden kaum gefordert - bis zum Auftritt gegen Cilic.

Auch Murray im Finale
Am späten Abend erreicht der britische Wimbledon-Sieger von 2013, Andy Murray, als Letzter das Halbfinale. Der 29-Jährige gab gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga eine 2:0-Satz-Führung wieder her, setzte sich im zweiten Match auf dem Centre Court aber doch noch in fünf Sätzen und nach fast vier Stunden mit 7:6(10), 6:1, 3:6, 4:6, 6:1 durch. Er trifft nun am Freitag auf den Tschechen Tomas Berdych.

Tsonga, der wie oft zwischen Brillanz und Leichtsinnigkeit schwankte, wendete das Blatt nach einem 1:6 im zweiten Satz in den Sätzen 3 und 4. Im vierten Durchgang holte er einen 2:4-Rückstand mit vier Games in Folge auf, doch im fünften nahm der als Nummer zwei gesetzte Murray dem Weltranglisten-Zwölften bis zum 5:0 gleich wieder den Wind aus den Segeln. Damit haben sämtliche Halbfinalisten mindestens eine Fünf-Satz-Partie in den Beinen. Federer und Murray im Viertelfinale, Raonic und Berdych im Achtelfinale.

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