31.07.2006 16:54 |

Tumult im Spital

Türken prügeln sich um Neugeborenes

Im Krankenhaus Lindau auf der deutschen Seite des Bodensees haben sich am Sonntag turbulente Szenen abgespielt: Zwei Türken lieferten sich auf der Säuglingsstation eine handfeste Schlägerei um ein Neugeborenes. Der Kindsvater und der aktuelle Gefährte der 36-jährigen Mutter verletzten einander, die Frau flüchtete am Montag aus der Klinik, das neugeborene Mädchen wurde wegen Sauerstoffproblemen ins KH-Bregenz überstellt.

Auf der Säuglingsstation, wenige Stunden nach der Geburt, traf der 35-jährige Kindsvater und Exfreund mit dem 50-jährigen neuen Lebensgefährten der Mutter zusammen. In voller Rage ging der neue Galan auf den Jüngeren los und auf der Station es entwickelte sich eine wüste Schlägerei.

Baby liegt im Krankenhaus Bregenz - Mutter geflüchtet
Der Ältere büßte durch einen Faustschlag des Jüngeren einen Zahn und einen Teil seiner Gebissprothese ein. Zuvor hatte er aber damit seinem Kontrahenten noch eine schmerzhafte Bisswunde am Oberarm zugefügt. Die Mutter von nunmehr acht Kindern hat das Krankenhaus Lindau Montag früh fluchtartig verlassen. Den zuvor so hart umkämpften Säugling ließ sie zurück: Das Mädchen wurde wegen Sauerstoffproblemen ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht.

Frau hatte Messer unterm Bett
Im verlassenen Spitalsbett der verschwundenen Mutter fanden die Stationsschwestern unter der Matratze ein Butterflymesser, das die Frau vermutlich versteckt hatte, um sich des rabiaten Kindsvaters zu erwehren. „Der Flüchtigen flattert noch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz nach“, kommentierte die bayerische Polizei.

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