Fr, 21. September 2018

Russland-Testpiel

28.03.2016 19:26

Frankreichs Rückkehr an den Ort des Schreckens

137 Tage nach den Pariser Anschlägen mit 130 Toten spielen "Les Bleus" am Dienstag gegen Russland zum ersten Mal wieder im Stade de France. Trainer Didier Deschamps betont: "Wir haben keine Angst!"

Tausende Sicherheitskräfte, verstärkte Einlasskontrollen, großräumige Videoüberwachung -  Frankreichs Nationalstadion in Paris wird im Test der EM-Starter gegen Russland am Dienstag einer wahren Festung gleichen. Die Mannschaft will nach vorne blicken - Trainer Didier Deschamps: "Das Stade de France ist unser Stadion, wir wollen, so gut es geht, ein Fußballfest bieten."

Freitag, 13. November, Stade de France: Hubschrauber kreise über dem EM-Eröffnungs- und Final-Stadion, viele der 78.000 Fans sind unten auf dem Rasen eingekesselt, telefonieren nach draußen. Wo langsam klar wird, was sich seit der 33. Spiel-minute in Frankreichs Test (2:0) gegen Deutschland abgespielt hat. Denn der Knall, den viele als Böller vermutet hatten, kam von drei Selbstmordattentätern, die sich - nach teilweise verhindertem Eintritt - vor dem Stadion in Saint-Denis in die Luft gesprengt hatten. Sie waren Teil der Pariser Anschlagsserie mit insgesamt 130 Toten.

137 Tage später: Frankreichs Nationalteam kehrt an den Ort des Schreckens zurück. Im Test gegen Russland - und mit einem noch nie dagewesenen Sicherheitsaufgebot im Stade de France. "Wir haben noch stärkere Maßnahmen getroffen", spielte Fußball-Verbandsboss Noël Le Graët auf das Rugby-Sechs-Nationen-Turnier an, das kürzlich stattgefunden hat. "Ob wir noch mehr machen sollen? Ich glaube nicht."

"Wir wollen den Opfern mit einem Sieg die Ehre erweisen"
Konkret: Beim Eingang werden Taschen durchsucht, müssen Mäntel geöffnet sein, dazu werden die Fans bereits auf dem Anmarsch überwacht. All die Vorkehrungen, für die neben den vielen Sicherheitsbeamten auch noch 400 Polizisten zur Verfügung stehen, sind bei der Mannschaft genauso Thema wie natürlich die Erinnerungen. "Hierher zurückzukommen - das berührt uns sehr", so Stürmer Olivier Giroud, der damals das 1:0 schoss. "Wir wollen den Opfern mit einem Sieg die Ehre erweisen."

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