Fr, 14. Dezember 2018

Vor F1-Saisonstart

14.03.2016 10:35

Red Bull hofft: Nie wieder ein Jahr wie 2015

Nach dem ersten Jahr ohne Grand-Prix-Sieg seit 2008 hofft Red Bull Racing, nie wieder ein Jahr wie 2015 erleben zu müssen. Beim österreichische Formel-1-Team von Dietrich Mateschitz ist man nach vier siegreichen WM-Saisonen in Folge ab 2014 durch Motorenprobleme so stark zurückgefallen, dass 2015 sogar ein Ausstieg überlegt wurde. Doch nicht nur Motorsport-Konsulent Helmut Marko spürt Aufwind.

Und das, obwohl man trotz der zwischenzeitlichen Trennung von Renault nun doch wieder auf Antriebe der Franzosen zurückgreift. Die Motoren heißen nun TAG Heuer, sind aber offenbar ein deutliches Stück besser geworden als die PS-schwachen und nicht sehr zuverlässigen Antriebe der vergangenen zwei Jahre.

Marko, bisher einer der schärfsten Renault-Kritiker, gibt sich unmittelbar vor dem Start der WM-Saison 2016 am kommenden Sonntag in Australien diesbezüglich vorsichtig zuversichtlich. "Von der Motorenseite her haben wir deutlich standfestere Triebwerke mit besserer Fahrbarkeit", stellte der Grazer fest.

RB12 ist ein "Meisterwerk"
Absolut gelungen dürfte hingegen das zwölfte Chassis von Red Bull Racing sein. Marko bezeichnet den im englischen Milton Keys gebauten Boliden als "exzellent". Mateschitz nannte den von Adrian Newey und Co. entwickelten RB12 bei "autosport.com" gar ein "Meisterwerk".

Das womöglich beste jemals bei Red Bull Racing gebaute Auto kommt nach der Trennung von Infiniti 2016 aggressiv im matten Nachtblau daher. "Schön wären natürlich auch ein paar PS mehr", sagte Mateschitz jüngst bei den abschließenden Wintertestfahrten in Barcelona.

Die verliefen für das austro-englische Team, das von 2010 bis 2013 alle vier Fahrer- und Konstrukteurstitel gewonnen hat, ehe es massiv bergab ging, aber durchaus zufriedenstellend. "Wir sind dort mehr als die letzten zwei Jahre zusammen gefahren", lobte Marko die Leistung und freute sich auch über den geringen Reifenverschleiß bei den Longruns.

Die Gesamt-Fortschritte haben auch mit dem offensichtlich verbesserten Triebwerk zu tun. Zudem hat Renault absolute Gleichstellung zugesichert, obwohl man nach der Übernahme von Lotus dort nun selbst wieder einmal ein Werksteam betreibt.

Platz drei das Ziel
Dennoch bleibt man bei den "Bullen" abwartend und will den weiteren Verbleib in der Königsklasse erst während des Jahres evaluieren. Denn um das angepeilte Ziel von Platz drei in der WM zu sichern, braucht es mehr Motoren-PS.

Ein großer Entwicklungsschub kommt laut Renault aber erst ab Montreal. Dann könnte man laut Marko diesbezüglich allerdings sogar auf Augenhöhe mit Ferrari sein. Bis dahin wähnt man sich hinter "Mer und Fer" im Kampf gegen Williams, Force India und das mit 2015er-Ferrari-Motoren fahrende Schwesternteam Toro Rosso.

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