07.07.2006 14:58 |

Freie Stellen

172.700 freie Stellen warten auf Arbeitskräfte

Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen zieht in fast allen Branchen an. Alle Bundesländer haben von den Zuwächsen profitieren können. Für das erste Halbjahr 2006 wurde ein neuer Höchststand von 172.700 freien Stellen verzeichnet, 11 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2005. Die beim AMS gemeldeten Jobsuchenden für denselben Zeitraum waren insgesamt 427.400 Personen (2005: 418.400).

16.700 mehr freien Stellen standen im Halbjahr 2006 rund 9.000 Menschen mehr gegenüber, die in Österreich zusätzlich am AMS-Stellenmarkt auf Jobsuche waren. Seit 1997 ist nach Angaben des staatlichen Arbeitsplatzvermittlers die Zahl der gemeldeten freien Stellen um 52 Prozent angewachsen.

Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen zieht sich durch alle Branchen und alle Bundesländer. Die meisten Stellenangebote gehen für unternehmensbezogene Dienstleistungen beim AMS ein. Dort wurden im ersten Halbjahr insgesamt 48.000 Jobs zur Besetzung gemeldet. Mit insgesamt 35.800 freien Stellen meldete auch der Tourismus eine kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften an. Im Handel stehen rund 21.900 freie Arbeitsplätze zur Verfügung.

Vorarlberg wächst am stärksten
Den relativ stärksten Stellenzugang im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichneten Vorarlberg (+28,4 Prozent), die Steiermark (+18,9 Prozent), Tirol (+17,2 Prozent) und das Burgenland (+ 13,5 Prozent). Schlusslicht ist Wien mit einem nur 2,1-prozentigen Zuwachs.

Jugendarbeitslosigkeit steigt
Die schwächsten Gruppen am Arbeitsmarkt bleiben indessen Frauen, Jugendliche und Ausländer. Die Jugendarbeitslosigkeit war mit 10,1 Prozent weiter im Steigen begriffen (2005: 9,2). Ebenfalls konstant hoch war der Frauenanteil in Teilzeitjobs mit über 83 Prozent. Die Arbeitslosenquote von Ausländern beträgt 13,4 Prozent.

Mittwoch, 16. Juni 2021
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