Di, 21. Mai 2019
29.01.2016 10:01

"Unfall-Wurf"

Neun junge Kangals suchen Plätze bei Hundekennern

Wer ein Hundepärchen hat und naiverweise auf die Kastration vergisst, wird früher oder später eine Überraschung erleben. So ähnlich erging es dem Halter zweier Kangals - das sind riesengroße Herdenschutzhunde. Mit der Vermittlung von neun Welpen, die in rasantem Tempo heranwachsen und zu einer anspruchsvollen Rasse gehören, war der Besitzer schnell überfordert. Das Ende vom Lied: Die Jungtiere sitzen jetzt im Tierheim und suchen einen Platz.

Der Kangal-Halter, der beide Elterntiere aus der Türkei mitgebracht hat, hat leider nicht an die Kastration seiner Hunde gedacht. Es kam, wie es kommen musste: Ein ungeplanter Wurfmit neun Welpen hat sich eingestellt. Nachdem der Besitzer monatelang vergeblich versucht hat, gute Plätze für den riesigen Nachwuchs zu finden, musste er seine Hunde jetzt zwei Tierheimen überlassen. "Wir konnten gar nicht alle neun Hunde nehmen, dafür reichen unsere Kapazitäten gar nicht aus", erklärte Andrea Specht vom Tierheim Krems. Deswegen wurde der Wurf räumlich aufgeteilt - vier Hunde werden über das Tierheim Krems vergeben, fünf über die Tierpension Schandl im Burgenland.

Kangals sind anspruchsvolle Arbeitshunde
Die Kangals sind mittlerweile sechs Monate alt und bereits jeweils 30 Kilogramm schwer. Ausgewachsene Rüden können durchaus das Doppelte wiegen. Als Herdenschutzhunde sind sie eher schwierig zu vermitteln, da sie hohe Ansprüche an Halter und Umgebung stellen. Der Kangal ist ein Arbeitshund und wurde dazu gezüchtet, um Schafherden zu begleiten und zu beschützen. Er braucht daher ein großes Territorium - also ein Grundstück mit Garten - um seine Bewegungs- und Wachbedürfnisse zu befriedigen. Ausgedehnte Spaziergänge sind zusätzlich ein Muss.

Viel Platz und Beschäftigung nötig
Ein Kangal braucht nicht nur viel Platz und Beschäftigung, sondern ist auch sehr anspruchsvoll in der Erziehung. Die neuen Besitzer sollten daher Erfahrung mit Hunden mitbringen. Die Sozialisierung darf keinesfalls vernachlässigt werden. Die Junghunde sind alle sehr freundlich, kennen Menschen (auch Kinder) und sind gut mit Artgenossen verträglich. "Optimal wären Plätze auf Bauern- oder Pferdehöfen, wo die Kangals ihrem Naturell nachkommen dürfen, aber auch als Familienmitglied gehalten werden", so Eleonore Schandl von der gleichnamigen Tierpension.

Neun Kangals suchen ein Zuhause
Sie trauen sich die Herausforderung zu und möchten einem jungen Kangal ein Zuhause schenken? Es handelt sich um eine Hündin und acht Rüden. Bitte wenden Sie sich an das Tierheim Krems unter Tel.: 0664/402 02 02 beziehungsweise die Tierpension Schandl unter Tel.: 0664/283 00 23.

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