Di, 21. Mai 2019
21.01.2016 15:36

Digitaler Nachlass

Facebook-Abschied einer toten Mutter rührt das Web

Eigentlich wollte Heather McManamy aus dem US-Bundesstaat Wisconsin ihrer Tochter die Weisheiten des Lebens selbst verraten, wenn die Zeit gekommen ist. Die Diagnose Brustkrebs machte ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung, im Dezember verstarb die 36-Jährige. Im Netz lebt sie aber weiter - dank eines Postings, das sie vor ihrem Ableben geschrieben hat.

"Ich habe gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte ist offensichtlich, dass ich tot bin. Die gute: Wenn du das lesen kannst, bist du es nicht." So beginnt der Abschiedsbrief, den McManamy vor ihrem Tod verfasst und den ihr Mann auf Facebook veröffentlicht hat.

Die letzten Worte der Verstorbenen richten sich an Freunde und Familie, wurden von der Facebook-Gemeinde mittlerweile aber unzählige Male geteilt. Mehr als 100.000 "Gefällt mir"-Angaben und fast 27.000 "Shares" haben McManamy weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt gemacht.

Doch ihr Abschiedsbrief ist nicht das Einzige, was sie ihrem Mann Jeff und der vierjährigen Tochter Brianna hinterlassen hat. Tatsächlich hat die krebskranke Mutter ihre letzten Wochen genutzt, um Briefe zu allen bedeutenden Schritten im Leben ihrer Tochter zu verfassen, sie ihrem Mann gegeben und ihn gebeten, sie zur rechten Zeit zu übergeben - am ersten Schultag, zum Führerschein, bei der ersten Beziehung, beim ersten Kind.

Verstorbene lebt in ihrem Erbe weiter
So lebt Heather McManamy nun, Wochen nach ihrem Tod, immer noch weiter: auf Facebook, wo ihr Mann seine Trauer immer wieder auf der Seite der Verstorbenen aufarbeitet und ihr Abschiedsbrief die Runde macht, ebenso wie in den Briefen an ihre Tochter.

Sogar als Autorin ist die Verstorbene mittlerweile bekannt: Ein Verlag hat sich das Recht gesichert, McManamys Briefe an ihre Tochter als Buch zu veröffentlichen. Erscheinen soll es im April, rechtzeitig zum fünften Geburtstag der Tochter.

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