Dennoch wurde Calderon noch nicht offiziell zum Sieger erklärt, da am Freitag 7.000 per Briefwahl eingegangene Stimmen annulliert worden waren.
Konkurrent widerspricht
Nun müsse geprüft werden, ob die Abstimmung unter diesen Umständen gültig sei, teilte die Wahlkommission mit. Der drittplatzierte Kandidat, Bauunternehmer Juan Miguel Villar Mir, erkannte den Sieg Calderons nicht an und kündigte an, für die Anerkennung der Briefwahl kämpfen zu wollen. "Herr Calderon sollte still sein und aufhören, einen angeblichen Sieg zu feiern", meinte der ehemalige Politiker und fügte hinzu: "Die mit der Post eingegangenen Stimmen wurden noch nicht gezählt."
Ergebnis offiziell
Calderon selbst sah die Sache natürlich anders: "Die Kommission verzögert die Bekanntgabe meines Sieges, weil eines ihrer Mitglieder versucht, die anderen zu überzeugen, das Resultat anzufechten. Das ist lächerlich und eine Schande für Real Madrid." Ein Klub-Sprecher bestätigte indes, dass Calderon 8.344 Stimmen erhielt, 246 mehr als sein Rivale Palacios und 1.642 mehr als Villar Mir.
70.000 Wahlberechtigte
Der selbst ernannte Sieger Calderon hatte im Wahlkampf versprochen, Fabio Capello (Juventus Turin) als neuen Coach zu verpflichten. Der Italiener hatte die "Königlichen" bereits in der Saison 1996/97 trainiert. Zudem kündigte Calderon an, den Brasilianer Kaka (AC Milan) und den spanischen Jungstar Cesc Fabregas (Arsenal London) zu holen. Bei der Wahl waren knapp 70.000 Mitglieder des Vereins stimmberechtigt.
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