03.01.2016 10:13 |

Für Beweis-Sicherung

Die Polizei testet "Body-Cams"

In vielen europäischen Staaten sind die "Body-Cams", sprich Körperkameras schon fix im Repertoire der Polizei, in Salzburg kommen sie ab März für ein Jahr testweise zum Einsatz: Damit sollen Beweise und Amtshandlungen besser gesichert werden.

Neben Salzburg startet das Projekt auch in Wien und in der Steiermark: „Die theoretische Einschulung hat schon begonnen, die praktische erfolgt im Februar, ab März tritt dann das Sicherheitspolizeigesetz in Kraft, das den Einsatz der Kameras absichert“, sagt Michael Rausch von der Polizei. Konkret werden Polizisten der Inspektionen Lehen und Rathaus damit ausgestattet, diese Bereiche der Stadt gelten als „Hotspots“. Schlägereien am Rudolfskai gehören da etwa dazu – oder Drogeneinsätze im Lehener Park: „Der Vorteil ist, die Technik schützt den Beamten und den Bürger. Es gibt zum Beispiel nur wenige Sekunden an Videos, die eine Amtshandlung zeigen und dann ins Internet gestellt werden. Man weiß weder was davor, noch danach passiert. Mit den Kameras ist eine lückenlose Dokumentation und Beweissicherung möglich“, weiß Rausch.

Zum Einsatz kommen die Kameras präventiv auch beim so genannten Ordnungsdienst der Polizei, also bei Fußballspielen oder Demonstrationen, die als heikel gelten. Die „Body-Cam“ beginnt übrigens schon 30 Sekunden zuvor mit der Aufnahme, ehe der Beamte den Starter drückt: „Der Polizist weiß ja nicht, was in der nächsten Sekunde passiert, so ergibt sich ein vollständiges Bild“, meint der Polizeisprecher.

Hochwertige Bilder auch im Dunkeln
Im deutschen Frankfurt hat die Polizei übrigens schon beste Erfahrungen mit den Kameras, die auf einer Weste auf der Schulter befestigt werden: Sie werden per Bluetooth-Armband ausgelöst und liefern auch im Dunkeln hochwertige Bilder. Die Speicherkarte ist verschlüsselt, damit Unbefugte nicht an das Bildmaterial kommen. Das Fazit: Wird bei einer Amtshandlung gefilmt, verhält sich das Gegenüber meist vernünftiger.

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