Do, 18. Oktober 2018

Von Samoa bis Hawaii

01.01.2016 13:36

So feierte die Welt ins neue Jahr 2016 hinein

Das neue Jahr hat für einige Inselstaaten im Pazifik sowie für Australien am Donnerstag bereits am Vormittag Mitteleuropäischer Zeit begonnen. Die Einwohner Samoas begrüßten um 11 Uhr MEZ als erste auf der Welt das Jahr 2016. Andere wiederum waren erst viele Stunden nach Europa dran. Am längsten mussten die Bewohner Hawaiis auf das Neujahrsfeuerwerk warten: Dort begann 2016 erst am Freitag um 11 Uhr MEZ.

Die Bewohner des Inselstaats Samoa, rund 16.000 Kilometer von Österreich entfernt, feiern erst seit 2012 so früh Neujahr. Die Regierung hatte einen Wechsel über die Datumsgrenze beschlossen - bis dahin lebten die Samoaner östlich der Datumsgrenze und damit 23 Stunden hinter Neuseeland. Als nächstes knalllten am Donnerstag die Korken im Königreich Tonga, auf Fidschi, in Neuseeland und in Australien.

1,6 Millionen Menschen bei Feuerwerk in Sydney
In der australischen Metropole Sydney rutschten nach Angaben der Behörden rund 1,6 Millionen Menschen mit einem Riesenfeuerwerk ins neue Jahr. Um 14 Uhr MEZ erleuchteten Tausende Silvesterraketen den Nachthimmel. Die weltberühmte Harbour Bridge neben dem markanten Opernhaus verwandelte sich in einen vielfarbigen Wasserfall aus Lichtern.

Das 20 Minuten dauernde Spektakel ließ sich die Stadt umgerechnet 4,7 Millionen Euro kosten. Manche Besucher campierten schon seit Dienstag am Hafen von Sydney, um die besten Plätze für das Feuerwerk zu ergattern. Die Sicherheitsvorkehrungen waren wie immer streng, besondere Terrorwarnungen hatte es nach Angaben der Polizei allerdings nicht gegeben.

Millionen Japaner feierten Neujahr im Tempel
Ganz traditionell feierten Millionen Japaner Neujahr: In den Tempeln und Schreinen baten sie um Glück, Gesundheit und Erfolg für das neue Jahr. Um 16 Uhr MEZ ertönten die Tempelglocken 108 Mal, damit wurde 2016 eingeläutet. Dann stiegen über dem Fernsehturm Tokyo Tower Tausende Luftballons auf, gefeiert wurde wie immer besonders ausgelassen in den Stadtteilen Shinjuku und Shibuya. Das Neujahrsfest ist in Japan aber auch eine Zeit der Besinnlichkeit. So besuchen mehr als 70 Prozent der rund 127 Millionen Japaner an den ersten Neujahrstagen traditionell die Tempel.

33 Glockenschläge in Südkoreas Hauptstadt Seoul
Traditionelles Neujahr mit 33 Glockenschlägen auch in Seoul: Zehntausende Menschen versammelten sich im Zentrum der südkoreanischen Metropole, um den Klang der über drei Meter hohen Bosingak-Glocke zu hören. Die Bronzeglocke im Bosin-Pavillon ertönt nur zum Jahreswechsel. Die Zahl 33 symbolisiert in Korea Glück.

Feuerwerk trotz Großbrand in Golfmetropole Dubai
In Dubai fand das Feuerwerk um Mitternacht trotz eines Großbrandes in der Nähe der Silvestermeile wie geplant statt. Das Feuer war in einem Luxushotel unweit des höchsten Wolkenkratzers der Welt, Burj Khalifa, ausgebrochen. Das Hotel wurde laut Polizei evakuiert, alle Hotelgäste seien in Sicherheit gebracht worden. Es habe 16 großteils Leichtverletzte gegeben. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar.

Feiernde in Moskau liefen auf Eisbahn ins neue Jahr
Auch in der russischen Hauptstadt Moskau begrüßten Zehntausende das neue Jahr mit einem großen Feuerwerk. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kremls den 1. Jänner ein. Anders als in den Vorjahren war diesmal aber der Gorki-Park der Mittelpunkt der Silvesterfeiern - und nicht der berühmte Rote Platz. Dieser war nur mit speziellen Eintrittskarten zugänglich, offiziell wegen einer Fernseh-Liveshow. Russland geht aber wegen seines militärischen Eingreifens in Syrien und wegen der Anschläge in Paris von einer erhöhten Terrorgefahr aus. Bei leichtem Schneefall und minus 15 Grad liefen schließlich im Gorki-Park an der Moskwa viele Feiernde auf einer riesigen Eisbahn ins neue Jahr.

Berlin feierte zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule
In Berlin begann bereits am helllichten Tag Deutschlands größte Silvesterparty. Ab 14 Uhr durften Besucher die rund zwei Kilometer lange Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule betreten. Dort wurde schließlich auch der Jahreswechsel gefeiert. Die Sicherheitsvorkehrungen waren in diesem Jahr verschärft worden.

Ausgelassene Stimmung am Wiener Silvesterpfad
In Wien patrouillierten 500 Polizisten am traditionellen Silvesterpfad in der City. Die Menschen ließen sich von einer Terrorwarnung nicht die Laune verderben und strömten zur Open-Air-Veranstaltung, um dort den Jahreswechsel zu begehen. Trotz der kühlen Temperaturen war die Stimmung unter Einheimischen und Touristen völlig entspannt.

Video: Menschen tanzen am Wiener Silvesterpfad

Trotz Terrorgefahr Feiern in Brüssel
Brüssel läutete das neue Jahr wegen Terrorgefahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen ein. Besucher der historischen Grand-Place im Herzen der Stadt wurden von Polizeibeamten kontrolliert. Die Stadt hatte ihr traditionelles Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt. Trotz der angespannten Sicherheitslage waren zahlreiche Brüsseler und Touristen auf den Straßen unterwegs.

Extreme Sicherheitsmaßnahmen in Paris
Auch in Paris wurde nach den Anschlägen vom 13. November ohne Feuerwerk gefeiert. Auf der Prachtavenue Champs-Elysees versammelten sich Touristen und Einheimische. 11.000 Polizisten und Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Zonen um Champs-Elysees und Eiffelturm waren weiträumig abgesperrt und kontrolliert, selbst Flaschen waren in diesen Bereichen verboten.

Mega-Feuerwerk in London
In der britischen Hauptstadt strömten Zehntausende Menschen an das Themse-Ufer, um das traditionelle Mega-Feuerwerk am Riesenrad London Eye zu verfolgen. Doch nur wer im Vorfeld ein gut 13 Euro teures Ticket ergattert hatte, konnte direkt an den Fluss - die anderen Menschen mussten das Spektakel aus der Entfernung beobachten. Rund 3.000 Polizisten waren allein in der Innenstadt auf den Straßen.

Feiern an den Stränden Südafrikas und Brasiliens
Bei fast 30 Grad im Schatten tummelten sich Hunderttausende Südafrikaner an den Stränden des Landes, um das neue Jahr zu feiern. Ein Strandbesuch ist eine südafrikanische Neujahrstradition, die von allen Kulturen begangen wird - ob Zulu, Xhosa oder Afrikaans. Für die Seenotrettung gibt es am 1. Jänner immer viel Arbeit: Jedes Jahr müssen Dutzende Besucher vor dem Ertrinken gerettet werden.

Rund zwei Millionen Menschen verfolgten an der Copacabana in Rio de Janeiro das traditionelle Feuerwerk zum Beginn des neuen Jahres. Zahlreiche Menschen stapften in weißen Gewändern durch das Meer, um Yemanja, der Göttin der Fischer, ihre Ehre zu erweisen.

Tanzen zu Folklore-Klängen in Mexiko-Stadt
In Mexiko-Stadt begrüßten Zehntausende Menschen zur Musik der populären Folklore-Band "Los Tigres del Norte" (Die Tiger des Nordens) das neue Jahr. Über 70.000 Menschen besuchten nach Polizeiangaben das Konzert am Unabhängigkeitsdenkmal im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt. Rund 14.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Silvesterfeierlichkeiten in der Metropole zu schützen. Ein Polizeisprecher sagte, es seien über vier Tonnen illegales Feuerwerk beschlagnahmt worden.

Im Video unten sehen Sie einen Ausschnitt aus einem Konzert der "Tiger" vor wenigen Wochen:

New York feierte mit traditionellem "Balldrop"
Mit dem traditionellen "Balldrop" feierte New York am Times Square in das neue Jahr. Eine Minute vor Mitternacht setzte sich ein großer Kristallball an einer gut 20 Meter hohen Stange am berühmtesten Teil des Broadways in Bewegung und erstrahlte pünktlich zum neuen Jahr. Nach Angaben der Veranstalter wurde die Veranstaltung von einer Million Menschen besucht, hinzu kamen Dutzende Millionen vor dem Fernseher, wo die Party traditionell von vielen Sendern übertragen wird.

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