Mi, 20. Juni 2018

Wind facht Feuer an

20.12.2015 14:16

Über 130 Waldbrände im Nordwesten Spaniens

Im Nordwesten Spaniens haben am Wochenende über 130 Waldbrände gewütet. Die Brandherde seien in den Regionen Kantabrien und Asturien registriert worden, berichtete der staatliche Rundfunk RNE am Sonntag. "Der Norden Spaniens steht in Flammen", titelte die Zeitung "El Mundo" in ihrer Online-Ausgabe. Warme Temperaturen und starker Wind behinderten laut den Feuerwehren die Löscharbeiten.

Nach Angaben der Regionalregierung von Asturien gibt es "eindeutige Anzeichen" dafür, dass ein Teil der Brände von Brandstiftern gelegt worden sei. Die Flammen drohten auch auf besiedeltes Gebiet überzugreifen. In mehreren Orten mussten die Bewohner ihre Häuser verlassen, von denen einige niederbrannten. Menschen kamen bei den Waldbränden nicht zu Schaden. "Ich hatte befürchtet, unser ganzes Dorf würde in Flammen aufgehen", sagte Jaime Díaz Villegas, Bürgermeister der Ortschaft Ruente in der Region Kantabrien.

Wegen der Rauchentwicklung wurden eine Autobahn und eine Nationalstraße zwischen Asturien und Kantabrien zeitweise gesperrt. Auch der Bahnverkehr war zwischenzeitlich unterbrochen. Der Regierungschef von Asturien, Javier Fernandez, äußerte sich besorgt über die "ungewöhnlich große Zahl von Waldbränden". Auch in Galicien, in Navarra und im Baskenland brachen einzelne Feuer aus.

Starker Wind fachte die Flammen an
An den Löscharbeiten war auch eine Sondereinheit des Militärs beteiligt. Der Kampf gegen die Feuer wurde dadurch erschwert, dass ein starker Wind die Flammen antrieb. Hinzu kam, dass es im Norden Spaniens für die Jahreszeit ungewöhnlich warm ist und es zuletzt kaum geregnet hat. In der Nacht auf Sonntag entspannte sich die Lage nach vereinzelten Regenfällen.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden durch Brände im laufenden Jahr in Spanien bereits mehr als doppelt so viel Waldgebiet und Ackerland zerstört als in den beiden Vorjahren zusammen.

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