20.06.2006 07:17 |

Mund zugenäht

Kein Fußball: Häftlinge nähen sich den Mund zu

Weil ein Gefängnisdirektor ihnen WM-Verbot erteilte, haben zwei bulgarische Häftlinge sich aus Protest ihren Mund zugenäht und sind in den Hungerstreik getreten. Erst wenn man ihnen einen Fernseher sowie Kaffee, Tee und Zigaretten zukommen lässt, wollen sie ihren Streik beenden.

Die Begeisterung für die Fußball-WM kennt kaum Grenzen. In einem bulgarischen Gefängnis geht die Liebe zum runden Leder sogar so weit, dass zwei Häftlinge sich den Mund zunähten. Der Grund: Ihrer Forderung nach einem eigenen Fernseher in der Zelle wurde nicht stattgegeben. Vesselin Kotzev, Direktor des Gefängnisses in Pazardzhik, erteilte Fußball-Verbot.

Doch damit nicht genug: Zudem fordern die Häftlinge die uneingeschränkte Versorgung mit Tee, Kaffee und Zigaretten während der WM. Weitere 15 Insassen würden sich ihnen anschließen, sollte der Direktor ihren Wünschen nicht Folge leisten. Direktor Kotzev sieht es vorerst noch gelassen: "Ich versuche ihnen zu erklären, dass sich den Mund zuzunähen nicht die Art und Weise ist, um ihren unrealistischen Wünschen Gehör zu verschaffen."

Ganz dumm sind die beiden Häftlinge aber nicht: Um während ihres Hungerstreiks wenigstens noch rauchen zu können, haben die beiden ein kleines Stück ihres Mundes nicht zugenäht.

Symbolbild