Mo, 18. Juni 2018

Verdächtige gefasst

30.11.2015 06:01

Umarmen, küssen, bestehlen: Vorsicht vor Bande!

Mit einem miesen Trick macht derzeit eine Bande rumänischer Frauen in Österreich viel Geld. Sie betteln betagte Frauen und Männer um Geld an, umarmen und küssen sie, wenn sie welches erhalten. In diesem Moment stehlen sie die Geldtasche. Allein eine Verdächtige erbeutete bisher an die 2300 Euro!

Die Verdächtige - mittlerweile weiß die Polizei, dass es sich dabei um eine 23-jährige Rumänin handelt - bekam Donnerstagnachmittag in Ranten von einer 81-Jährigen fünf Euro. Sie umarmte die Spenderin, die später bemerkte, dass ihre Geldtasche mit 140 Euro fehlte.

Gehbehinderte belästigt
Am Freitag wollte die Täterin in Neumarkt eine gehbehinderte Pensionistin bestehlen, wurde aber durch eine Passantin gestört, welche die aus ihrer Sicht aggressive Frau mit den Worten "Es gibt kein Geld, auf Wiedersehen" vertrieb. Daraufhin bettelte die Kriminelle einen 72-Jährigen an, der ihr zehn Euro gab. Dafür wurde er umarmt und auf die Wangen geküsst. Als er später beim Friseur zahlen wollte, suchte er vergebens nach seiner Brieftasche, in der sich 300 Euro befunden hatten. Die Fahndung nach der Diebin verlief bisher ergebnislos.

Umarmung mit Hintergedanken
"Anhand des Fotos - ein Kollege hat es bei einer Kontrolle in Neunkirchen gemacht - wissen wir, dass die 23-jährige Rumänin für weitere Straftaten in Frage kommt", berichtet ein erhebender Beamter, "unter anderem ist sie in Neunkirchen, Hartberg und Murau in Erscheinung getreten". Zuletzt nutzte sie Freitagnachmittag in St. Veit an der Glan die Gutmütigkeit einer 88-Jährigen aus. Sie bekam fünf Euro und fiel der Pensionistin, welche die offene Geldtasche noch in der Hand hielt, um den Hals. Erst am Abend bemerkte die Kärntnerin, dass ihr mehrere hunderte Euro fehlten.

Roma-Bande am Werk
Für zwei weibliche Bandenmitglieder war in Tamsweg Endstation. Wie die Polizei ermittelte, hatten sich die jungen Frauen - sie stammen ebenfalls aus Rumänien - an sieben Pensionistinnen herangemacht, ihnen gefälschte Spendenlisten gezeigt und sie um Geld gebeten. Nachdem sie welches erhalten hatten, mussten die Spenderinnen unterschreiben. Dann wurden sie umarmt, mit Küssen belohnt - und dreist bestohlen.

"Der Schaden macht mindestens 5000 Euro aus", sagt ein Polizeibeamter und warnt die Bevölkerung vor den Bettlerinnen und deren miesen Tricks: "Lassen Sie Ihre Geldtasche ja eingesteckt!"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.