16.06.2006 18:34 |

Land unter

Riesige Flutwelle auf Menorca verwüstet Hafen

Eine gewaltige Flutwelle hat im Hafen von Ciutadella auf der spanischen Ferieninsel Menorca schwere Schäden verursacht. Rund 30 Boote sind gesunken und 100 weitere beschädigt worden. Mehrere Häuser im Hafen wurden unter Wasser gesetzt.

Binnen kurzer Zeit ist der Meeresspiegel um bis zu vier Meter gestiegen. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.

Viele Faktoren führen zu dem Phänomen
Dieses Phänomen ist auf Menorca als "rissaga" bekannt und tritt nur in der fjordähnlichen Bucht von Ciutadella im Westen der Insel auf: Wenn mehrere meteorologische Faktoren zusammenkommen - darunter hoher atmosphärischer Luftdruck - wird das Wasser aus der Bucht regelrecht herausgesaugt und kehrt dann als Riesenwelle zurück.

Schwerste Flutwelle seit 22 Jahren
Die Flutwelle von Donnerstagabend sei die schwerste seit mehr als 20 Jahren gewesen, sagte Hafendirektor Miquel Truyol. Als der Wasserspiegel plötzlich absank, haben die Boote praktisch auf dem Trockenen gelegen. Im nächsten Augenblick sind sie dann von einer gewaltigen Welle erfasst worden. "Dies ist ein Desaster, eine Katastrophe", beklagte Bürgermeister Llorenç Brondo angesichts der Verwüstungen.

Am 21. Juni 1984 hatte eine "rissaga" in Ciutadella Millionenschäden angerichtet.

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