"Das ist aber ewig her. Ich habe die Sache schon wieder vergessen", gab sich der nunmehrige Austria-Salzburg-Stürmer gelassen. "Klar war es nicht lustig, aber ich bin keiner, der wegen so was nicht mehr vor die Haustüre geht." Die Täter wurden mittlerweile veurteilt. Valentin spielte bei der U20-WM in Neuseeland, wechselte über Horn zum Erstliga-Aufsteiger Austria Salzburg.
"Der Vorfall war nicht der Grund für den Wechsel. Ich bin immer gerne in Wien, habe dort viele Freunde", sagte der Schärdinger vor der Rückkehr in die Hauptstadt. Dass er mit seinen Salzburgern im Cup-Achtelfinale ausgerechnet auf Rapid trifft, bereitet ihm keine Sorgen. "Die Rivalität wie in den Wiener Derbys gibt es nicht mehr. Die ist nur noch sportlich", meinte der Austrianer, der sich in Salzburg mittlerweile sehr wohl fühlt. "Es ist eine Ehre, vor diesem großartigen Publikum aufzulaufen!" Bisher gab er den Fans mit vier Toren in der Liga schon viel Liebe zurück, ist damit Austrias bester Torschütze.
Hier sehen Sie das Video von Austria Salzburgs letztem Meisterschaftsspiel gegen den FAC:
Grubeck: "Jeder von uns wird sich voll reinhängen"
Die Draufgabe wäre jetzt natürlich, die Hütteldorfer aus dem Cup zu schießen. "Es muss nicht unbedingt ein Tor sein. Ich will meiner Mannschaft einfach weiterhelfen", sagte der sechsmalige U20-Teamspieler, kann die Ausgangssituation jedoch gut einschätzen. "Rapid ist natürlich klarer Favorit, aber jeder von uns wird sich voll reinhängen!"
Hier sehen Sie das Video von Rapids Derby-Niederlage gegen die Wiener Austria:
Das wird auch notwendig sein. Denn ein Weiterkommen könnte dem finanziell gebeutelten Traditionsverein wieder ein Cup-Heimspiel, somit dringend benötigte Einnahmen bescheren. Aufgrund des Stadionumbaus, den Adaptierungen im Exil-Stadion in Schwanenstadt und Geldstrafen seitens der Liga zählt man jeden Cent. Über 900.000 Euro fehlen im Budget.
Darum startete man eine Spendenaktion, organisierte ein Benefizspiel bei Union Berlin. "Es ist nicht angenehm, aber besondere Situationen erfordern besondere Lösungen", stöhnte Sportdirektor Gerhard Stöger. Da würde eine Sensation im Cup zumindest kurz über die Sorgen hinwegtrösten.
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