Sa, 18. August 2018

Teamchef Koller:

15.06.2015 13:46

"Ein paar müssen sich in den Hintern kneifen"

Für Teamchef Marcel Koller ist die Sache klar: "Wir haben mit dem 1:0-Sieg in Russland einen weiteren Schritt nach vorne gemacht", erklärte der Cheftrainer der österreichischen Nationalmannschaft am Montagnachmittag, einen Tag nach dem ruhmreichen Auswärtserfolg in der EM-Quali (siehe Video oben). Im gleichen Atemzug warnte der Schweizer: "Wir sind noch nicht bei der EM!" Ein paar Spieler müssten sich noch in den Hintern kneifen.

Nach dem Abpfiff ließ Koller seinen Emotionen im Stadion von Moskau freien Lauf, herzte seine Betreuer, umarmte die Spieler. "Selbst im Flieger, während der Heimreise, war ich noch voller Adrenalin", erklärte der Erfolgstrainer am Tag danach bei der Pressekonferenz in Wien: "Und sogar daheim bin ich nicht gleich zu Bett gegangen, sondern musste noch ein bisschen herunterkommen."

Hier sehen Sie noch einmal Marc Jankos Traumtor, das den Sieg brachte:

Es war in der Tat ein außergewöhnlicher Tag für Fußball-Österreich. Nach den ersten sechs Quali-Partien in Gruppe G hat das Nationalteam noch keine einzige Niederlage vorzuweisen. Das gab's zuletzt bei der Qualifikation für die WM 1978. Ähnlich stark war das Team bei der Quali für die WM 1998, als es die letzten sechs Partien allesamt gewann. Die jetzige Nationalmannschaft besticht nicht zuletzt durch mentale Stärke. "So ein Sieg wie gestern gibt uns noch einmal einen richtigen Schub. Wir wissen jetzt, da geht was", freute sich Koller: "Es war fantastisch, den Burschen zuzusehen, sie haben die Aufgabe hervorragend gelöst. Für die Spieler war es ja nicht einfach, sich bei den hohen Temperaturen und nach der Saison noch einmal zu konzentrieren und die Urlaubspläne zu verbergen. Aber die Burschen haben das super gemacht."

Alle Highlights vom Spiel können Sie hier noch einmal genießen:

In den Hintern kneifen
Bei aller Euphorie warnte Koller allerdings: "Wir sind noch nicht bei der EM! Es sieht zwar sehr gut aus, aber fix ist nocht nichts." Zumal er immer noch Verbesserungspotenzial ortet. Selbst gegen Russland war der Schweizer nicht immer zu 100 Prozent zufrieden. "Es gab schon einige Dinge, die verbessert werden müssen. Ein paar Spieler müssen sich noch in den Hintern kneifen, um auch einmal die Schritte nach hinten zu tun, die ein bisschen weh tun." Namen nannte der Teamchef keine.

Nahe an den Fans
Eines der Erfolgsgeheimnisse erkennt Koller übrigens in der Treue der Fans, mit denen er am Sonntag nach Schlusspfiff noch auf dem Rasen feierte. "Die Fans haben uns toll unterstützt, daher war es auch klar, sich bei ihnen zu bedanken. Wir wollen unsere Supporter mitnehmen und sind auch bemüht, dass die Spieler mit ihnen in Kontakt treten."

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