Mietgeschenke

Media-Quarter-Desaster: Projekt bleibt ohne Folgen

Wien
02.06.2015 17:41
Der Rechnungshof hat dem Landtag jetzt seinen Bericht zum "Media Quarter Marx" (MQM) vorgelegt. Von Anfang an war das 64-Millionen-Projekt ein nebuloses Konstrukt, bei dem sich ordentlichen Kaufleuten der Magen umdreht, wie "Krone"-Leser bereits wissen. 

Entwicklung und Errichtung dauerten zehn Jahre und waren "wenig transparent". Die Stadt Wien (hielt 40%) holte sich einen privaten Partner (60%), dem sie offenbar blind vertraute. Auf die Bonitätsnachweise und Bankgarantien wurde verzichtet, schreiben die Prüfer.

Die Verluste des Medienquartiers summierten sich von 2007 bis 2012 auf 6,47 Millionen Euro. Weil die Gebäude mies ausgelastet waren, musste die MQM ihren Mietern hohe Rabatte einräumen. Ein SPÖ-naher Verlag bekam unter dem Titel "Mietrückerstattung" gleich 806.859,05 Euro geschenkt - die "Krone" berichtete. Gebracht hat das "Erfolgsprojekt" wenig.

Nur 40 neue Jobs wurden um die 64 Millionen Euro geschaffen. Konsequenzen: keine. VP-Chef Juraczka: "Wann handelt die Stadt endlich?"

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