28.05.2015 19:12 |

Neuer Trainer

Fink für die Austria "eine großartige Geschichte"

Die Wiener Austria hat die langwierige Trainersuche am Donnerstag erfolgreich abgeschlossen. Thorsten Fink soll den Tabellensiebenten der Fußball-Bundesliga ab kommender Saison zurück in die Erfolgsspur führen. Der Deutsche erhält einen Vertrag über zwei Jahre mit vereinsseitiger Option. Die Bundesliga ist für ihn kein Neuland, hatte er doch in der Vergangenheit als Salzburg-Co-Trainer fungiert.

Viel war in den vergangenen Wochen über den Nachfolger von Gerald Baumgartner sowie Interimscoach Andreas Ogris spekuliert worden. Namen wie Felix Magath machten die Runde, nun fiel die Wahl auf dessen 47-jährigen Landsmann Fink, der auch mit dem tschechischen Topclub Sparta Prag verhandelt hatte. "Die Bestellung der Trainer-Position war eine große Herausforderung für alle im Klub, denn sie ist eine der strategisch wichtigsten von allen. Somit wollten wir auch in Ruhe suchen und die beste Lösung für die Wiener Austria finden", erklärte Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt.

Zurück zu den Wurzeln
Fink startete seine Trainer-Karriere in Österreich 2006 bei den Red Bull Juniors und schaffte in der Folge als Co-Trainer den Sprung zur ersten Salzburger Mannschaft, war dort ein halbes Jahr die "rechte Hand" von Starcoach Giovanni Trapattoni. Ab 2008 war er fast eineinhalb Jahre für den damaligen deutschen Dritt- bzw. Zweitligisten Ingolstadt tätig.

Seine erfolgreichste Zeit hatte der Ex-Bayern-Kicker in der Folge ab 2009 in der Schweiz beim FC Basel, wo er 2010 und 2011 zwei Meistertitel holte und auch in der Champions League vertreten war. Zudem gab es auch einen Cupsieg. Nach seinem fast zweijährigen Gastspiel beim Hamburger SV (bis September 2013) war Fink bis zum Beginn diesen Jahres ohne Trainerjob. Seine jüngste Amtszeit beim zypriotischen Rekordmeister APOEL Nikosia ging nach nur wenigen Monaten einvernehmlich zu Ende. Dadurch wurde das Gastspiel in Wien möglich.

"Seine Verpflichtung ist aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Erfahrung eine großartige Geschichte für unseren Klub", freute sich Wohlfahrt. Fink sei immer auf der Kandidatenliste der Wiener gestanden. "Nach dem Auslaufen seines Vertrags haben wir sofort reagiert und ihn umgehend kontaktiert. Wir waren sofort auf einer Linie und haben uns rasch geeinigt", sagte der Ex-ÖFB-Teamgoalie.

Trainerteamfrage noch ungeklärt
Noch nicht geklärt ist, wie Finks Trainerteam aussehen wird, der Deutsche hat seine Vorstellungen bei der Austria aber bereits deponiert und auch schon seine Meinung bezüglich der Kaderzusammenstellung abgegeben. "Wir sind davon überzeugt, dass wir hier gemeinsam etwas entwickeln und aufbauen können. Er hat bei seinen Stationen bewiesen, dass er eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten formen kann und guten attraktiven Fußball spielen lässt", setzte Wohlfahrt große Hoffnungen in den Neo-Coach.

Der war als Mittelfeldspieler äußerst erfolgreich. Mit Deutschlands Rekordmeister Bayern München gewann er 2001 die Champions League und vier Meistertitel (1999, 2000, 2001, 2003) sowie drei DFB-Cup-Siege (1998, 2000, 2003). In der Bundesliga brachte er es insgesamt auf 367 Partien und 40 Tore. Fink wird am Samstag (10.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz im Mediencenter der Generali-Arena präsentiert.

Amateur Stark jetzt auch Profi
Bei den Wienern fiel am Donnerstag noch eine weitere Personalentscheidung. So wurde Marco Stark, der Kapitän der in der Regionalliga Ost tätigen Austria Amateure, bis Sommer 2017 (plus einjährige Option) an den Verein gebunden. Der 22-jährige Innenverteidiger, der 2011 von der Akademie Vorarlberg nach Wien gekommen war, gehört ab kommender Saison auch dem Profikader an. "Er ist technisch beschlagen, kopfballstark und beidbeinig, zudem bringt er eine vorbildliche Einstellung mit", hob Wohlfahrt die Vorzüge des Talents hervor.

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