Mo, 20. August 2018

Unglück jährt sich

16.04.2015 09:53

Südkorea: Hebung der "Sewol"-Fähre angekündigt

Am Jahrestag der "Sewol"-Fährkatastrophe in Südkorea hat Präsidentin Park Geun Hye die Hebung des Schiffswracks angekündigt. Sie versprach am Donnerstag bei einem Besuch auf der Insel Jindo, in deren Nähe die Fähre gesunken war, die "Sewol" werde "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" gehoben.

Angehörige der Opfer weigerten sich, die Präsidentin zu treffen. Die Familien verlangen eine unabhängige Aufklärung des Unglücks. Sie werfen der Regierung unter anderem vor, Schlüsselpositionen im Untersuchungskomitee mit Vertretern des Schifffahrtsministeriums besetzt zu haben.

Die Hebung des Wracks war von den Angehörigen gefordert worden, um die neun noch vermissten Opfer zu bergen. Der Bergungseinsatz soll umgerechnet rund 100 Millionen Euro kosten.

Eltern besuchten Unglücksort
Mehr als 100 Angehörige hatten den Unglücksort am Mittwoch besucht. Sie wurden mit einem Boot zu der Stelle gebracht, an der das Schiff am 16. April des Vorjahres mit 476 Menschen an Bord gesunken war. Die Hinterbliebenen streuten weiße Blumen ins Meer und ließen kleine gelbe Papierboote zu Wasser. Außerdem warfen sie Lieblingssüßigkeiten ihrer Kinder ins Meer.

Die überladene Fähre war vor der Insel Jindo gekentert. Dabei ertranken mehr als 300 Menschen, die meisten der Opfer waren Schüler. Das Unglück rief in Südkorea große Empörung hervor. Der Kapitän wurde im November zu einer 36-jährigen Haftstrafe verurteilt, weitere führende Besatzungsmitglieder erhielten ebenfalls langjährige Gefängnisstrafen.

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