So, 19. August 2018

Am Strand eingenickt

14.04.2015 15:57

Florida: Ex-Student nach Mord an Techniker gefasst

In einem College im US-Bundesstaat North Carolina ist am Montag ein seit Jahren angestellter Techniker erschossen worden. Ein 20-jähriger Ex-Student, der früher beim Mordopfer angestellt war, eröffnete in der Bibliothek des Wayne Community College in Goldsboro das Feuer und tötete den Mann. In der Nacht auf Dienstag konnte die Polizei den Verdächtigen festnehmen. Dieser hatte auf einem Strand im US-Bundesstaat Florida mehr als 800 Kilometer vom Tatort entfernt geschlafen.

Eine Polizeistreife wurde auf den Mann aufmerksam, der unerlaubterweise auf dem Strand von Daytona Beach schlief. Dutzende Polizisten hatten zuvor nach dem Verdächtigen gefahndet. Das Gelände des College wurde abgeriegelt und für den Rest des Tages geschlossen. Der Unterricht und sämtliche Aktivitäten wurden gestrichen. Studenten und Angestellten wurde soweit möglich erlaubt, den Campus zu verlassen, hieß es. Eine Studentin berichtete, ihr Lehrer habe im Unterrichtsraum das Licht ausgemacht und den Raum verbarrikadiert. Das kleine öffentliche College zählt rund 3.800 Studenten. Die benachbarte Volksschule wurde ebenfalls abgeriegelt.

Die Hintergründe der Bluttat sind noch unklar. Allerdings sagte ein Angehöriger des Mordopfers, dass der Verdächtige vor einiger Zeit vom Techniker aus dem Copyshop, in dem beide angestellt gewesen seien, entlassen worden sei. Ob die Entlassung der Grund für den Mord war, wollte die Polizei nicht mitteilen. Die Mutter des 20-Jährigen gab gegenüber dem lokalen TV-Sender WNCN an, dass der Ermordete "unangebrachte sexuelle Annäherungsversuche" an ihren Sohn gemacht habe.

Immer wieder Bluttaten an US-Schulen
In den USA kommt es an Schulen, Colleges und Universitäten immer wieder zu ähnlichen Bluttaten und Amokläufen. Nach Angaben des FBI hat sich die Zahl der Amokläufe in den USA in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, rund ein Viertel fand zwischen 2000 und 2013 an solchen Bildungseinrichtungen statt. Dort wurden in diesem Zeitraum 117 Menschen getötet und 120 verletzt.

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