Mi, 15. August 2018

Jemen-Krise

09.04.2015 11:23

Al-Kaida setzte Prämie auf Houthi-Anführer aus

Der Al-Kaida-Ableger im Jemen hat Experten zufolge eine Belohnung für die Tötung oder Ergreifung des Rebellen-Anführers Abdulmalik al-Houthi und des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh ausgelobt. Die beiden Männer seien in den Augen der Terroristen "die Köpfe des Bösen im Jemen", berichtete die auf Islamisten spezialisierte Beobachtergruppe SITE am Mittwoch. Sie berief sich auf ein Video der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel.

Die Ermordung oder Ergreifung von al-Houthi und Saleh werde mit 20 Kilogramm Gold belohnt, zitierte SITE aus dem Aufruf der Terrororganisation.

Im Jemen kämpfen die wohl vom Iran unterstützten schiitischen Houthi-Rebellen gegen Anhänger des aus dem Land geflohenen Präsidenten Abed Rabbu Mansur Hadi. Das benachbarte Saudi-Arabien, das mit dem Iran um die Vorherrschaft in der Region wetteifert, unterstützt Hadi und gewährte ihm vorläufig Asyl. Seit zwei Wochen bombardiert eine von Saudi-Arabien geführte regionale Allianz Stellungen und Waffenlager der Houthis.

USA weiten Militärhilfe aus, Iran schickt Kriegsschiffe
Am Mittwoch verstärkten die USA die militärische Unterstützung der Allianz und beschleunigten Waffenlieferungen. Mittlerweile werden saudi-arabische Kampfjets durch Spezialflugzeuge der Amerikaner in der Luft betankt. Der Iran wiederum entsandte zwei Kriegsschiffe, die nach offiziellen Angaben aus Teheran vor der Küste Jemens patrouillieren und iranische Handelsschiffe beschützen sollen.

Rohani: "Jemen wird sich nicht unterwerfen lassen"
Irans Präsident Hassan Rohani forderte am Donnerstag ein Ende der Luftangriffe im Jemen. Er sprach sich in einer Fernsehansprache für eine politische Lösung des Konflikts aus und betonte: "Eine große Nation wie Jemen wird sich durch Bombardements nicht unterwerfen lassen." Die Jemeniten sollten sich an den Verhandlungstisch setzen und dort selbst über ihre Zukunft entscheiden. Diese liege in den Händen des jemenitischen Volkes und nicht in den Händen anderer, so Rohani weiter.

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