24.03.2006 16:20 |

Uni-Explosion

Toter bei Explosion auf Uni-Gelände

Bei einer schweren Explosion in der nationalen Hochschule für Chemie im elsässischen Mulhouse (Mülhausen) ist am Freitag ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte Bürgermeister Jean-Marie Bockel mit. Außerdem wurde eine junge Frau nach Angaben der Rettungsmannschaften schwer verletzt. Die Feuerwehren hatten zunächst von "zahlreichen Opfern" gesprochen. Die Ursache der Explosion in der elsässischen Stadt blieb zunächst unklar.

Nach der Explosion war ein Feuer wahrscheinlich in einem Labor im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes ausgebrochen, berichteten Feuerwehrleute. Für ihren Einsatz war die höchste Stufe des Notfallplans aktiviert worden.

Dichter schwarzer Rauch, den die Feuerwehren als ungiftig einschätzten, stieg nach Angaben von Augenzeugen über dem Gebäude auf. Das Viertel, in dem das Hochschulgebäude für Chemie-Studenten liegt, wurde von der Feuerwehr völlig abgeriegelt, das Lehrgebäude evakuiert.

Zuletzt waren im Dezember 2004 bei einer heftigen Gasexplosion in Mülhausen 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft der südelsässischen Stadt ermittelte damals eine defekte Gasleitung als einzige Ursache des verheerenden Unfalls in dem vierstöckigen Haus. Am vergangenen Dienstag kündigte die Staatsanwaltschaft an, Ermittlungen gegen den Staatskonzern Gaz de France (GDF) wegen fahrlässiger Tötung einzuleiten.