24.03.2006 10:43 |

Gestresster Papa

Pendler in Zeitnot vergisst Baby im Auto

Es ist ein altes Lied, das Pendler nur zu gut kennen: Man ist verdammt spät dran, rast mit dem Auto zum Bahnhof, springt im allerletzten Moment noch in den Zug, ist froh, es doch noch geschafft zu haben und entdeckt schließlich, dass man im Stress Dinge im Auto vergessen hat: Schlüssel, Fahrscheine, Geldbörse usw. Der Fall eines Mannes aus dem US-Bundesstaat Maryland ist allerdings besonders krass, denn er hat sein sieben Monate altes Töchterchen im Auto liegen lassen...

"Er vergaß völlig, dass das Baby auf dem Rücksitz saß und stieg in den Zug", fasste Police-Officer Lucille Bauer aus Montgomery County den Vorfall vom Donnerstag in einen Satz zusammen. Der Vater, der zur Arbeit pendelte, brauchte 20 Kilometer ehe ihm dämmerte, was passiert war. Bei der nächsten Station stieg er aus und fuhr zurück zu seinem Wagen.

Dort kam der nächste Schock: Das Baby war weg! Andere Pendler hatten das sieben Monate alte Mädchen bereits entdeckt und die Polizei verständigt. Die Beamten brachten das Kind zum Gesundheitscheck in ein Spital, wo es wenig später von der Mutter abgeholt wurde.

Unangenehmes Nachspiel
Der Vater muss jetzt nicht nur seine verärgerte Ehefrau beruhigen, sondern sich auch vor Gericht verantworten. Wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht droht ihm eine Geldstrafe in der Höhe von rund 450 Euro sowie bis zu 30 Tage Gefängnis.

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