Wirbel nach Messe

Parkplatznot: "Freie Fahrt" nur für Politiker?

Für einen wahren Besucheransturm auf die Messe Tulln sorgte die "Pool & Garden" vergangenes Wochenende. Zum Leidwesen der Menschen, die rund um das Veranstaltungsgelände wohnen. Denn erneut waren alle Straßen zugeparkt – bis auf eine: In einer von Politikern bewohnten Gasse herrschte nämlich Fahrverbot. Die Stadt weist die Kritik zurück.

"Wir können vor unseren eigenen Häusern nicht mehr parken, aber die Politiker haben es sich wie immer gerichtet!" Mit diesem Vorwurf wandten sich wütende Anrainer an die "Krone". Denn wieder einmal hatte die Stadt in der Oberen Gwendtgasse für die Dauer der Messe ein "Fahrverbot ausgenommen Anrainer" erlassen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, angesichts der Tatsache, dass just dort hohe Beamte der Bezirkshauptmannschaft sowie Gemeindemitarbeiter wohnen.

Vorwürfe gegen Politik
"Die feinen Herren machen, was sie wollen. Die Staatsanwaltschaft sollte einmal untersuchen, ob hier nicht womöglich Amtsmissbrauch vorliegt", heißt es. Die übrigen Anrainer fordern nun, dass entweder das gesamte Grätzel bei Messen mit einem Fahrverbot belegt wird oder die Sonderregelung für die Obere Gwendtgasse aufgehoben wird. VP-Stadtchef Eisenschenk hatte zu einem früheren Fall erklärt, diese Maßnahme sei wegen vieler zugeparkter Hauseinfahrten erforderlich geworden. "Die gibt es bei uns aber auch", kontern daraufhin jetzt andere Bewohner.

Beschwerden "wundern" die Stadtgemeinde
Das umstrittene Durchfahrverbot bei Messen in Tulln – die "Krone" berichtete – verteidigt die Stadtgemeinde. "Die Beschwerden von Anrainern sind für uns nicht nachvollziehbar. Die Regelung hat einen fachlichen Hintergrund, nämlich den sehr engen Judenauerweg. Das Fahrverbot steht daher nicht nur in der Oberen Gwendtgasse, sondern gilt für das ganze Gebiet, ab der Abzweigung von der Reitherstraße in den Judenauerweg und die davon abzweigenden Gassen", heißt es.

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