23.03.2015 15:40 |

Abstieg hätte Folgen

Tiroler Amateur-Kicker zittern fest mit Wacker

Ein Land zittert mit seinem Fußball-Aushängeschild! Und das nicht nur aus Solidarität. Weil Wacker Innsbruck derzeit einen Abstiegsplatz in der Ersten Liga einnimmt, blickt das Tiroler Unterhaus mit bangen Blicken auf die Ergebnisse der Schwarzgrünen. Denn dadurch beißen auch Amateurklubs im Sommer ins Gras.

Schlusslicht der Ersten Liga. Das ist bitter für den Profi-Fußball in Tirol.

Aber auch die Amateur-Kicker würden darunter leiden, wenn der Klassenerhalt nicht doch noch gelingt.

Denn wenn die Schwarzgrünen in die Regionalliga absteigen, dann müssen die Innsbrucker Amateure auch automatisch eine Stufe runter. Von einem Klub dürfen nicht zwei Mannschaften in einer Spielklasse kicken.

Etliche wären betroffen

Und der neue Tiroler-Liga-Klub würde etliche andere Vereine mit ins Verderben reißen.

Das Horror-Szenario: In der Tiroler Liga würde es zwar weiter zwei Absteiger geben, in der Landesliga aber keine Relegation um den dritten Aufstiegsplatz mehr. Das derzeitige Duell St. Ulrich (2. Landesliga Ost) gegen Schönwies/Mils (2. Landesliga West) würde ersatzlos gestrichen werden. Und aus allen Ligen darunter müsste damit ein Klub mehr eine Liga tiefer. Überall vier statt drei Absteiger.

Ärger – wie schon 2012

Diese Rechnung setzt voraus, dass nicht auch noch ein anderer Tiroler Verein in der Westliga in Abstiegs-Probleme kommt. Sonst würde der Abstiegs-Tsunami noch heftiger ausfallen und eine echte Abstiegslawine verursachen.

2012 löste der freiwillige Westliga-Abschied von Union Innsbruck und der Aufstiegs-Verzicht von Reichenau ein ähnliches Drama aus. Landeck musste als Drittletzter der Landesliga West absteigen und ging sogar mit Rechtsanwalt dagegen vor. Genützt hat’s nichts, die Oberländer sind immer noch in der Gebietsliga West.

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