Fr, 22. März 2019
16.03.2015 18:52

Vorwurf Erpressung

Brutaler Kampf um Bettelplatz

Es ist ein brutaler Kampf auf der Straße: Im November versuchten drei Rumänen, einen Bettler von einem offensichtlich begehrten Sitzplatz beim Garageneingang nahe dem Salzburger Neutor zu vertreiben. Beim Prozess am Montag gaben sie sich unschuldig. Trotzdem setzte es Haftstrafen wegen versuchter Erpressung.

Seit zehn Jahren geht der Slowake (51) in Salzburg der stillen Bettelei nach, wie er selber sagt. Meistens sitzt er am Ausgang der Mönchsberggarage, gut 100 € will er dort pro Woche bekommen.

Das dürfte drei Cousins (36, 22, 21) aus Rumänen, ebenfalls Bettler, so gar nicht geschmeckt haben: Mitte November gingen sie an drei aufeinander folgenden Tagen zu dem Mann, "und wollten ihm mit Gesten des Halsabschneidens, Stiche in den Hals und den Fingerzeig auf die Mütze am Boden das Geld rauben", dehnte Staatsanwalt Michael Schindlauer die Anklage im Laufe des Verfahrens sogar noch weiter aus.

Teilbedingt – Urteil akzeptiert
Das schilderten die Angeklagten anders. Einen Streit räumten sie ein, von einem versuchten Raub wollten sie aber nichts wissen. "Es ging nicht ums Geld sondern um den Bettel-Platz", sagte eine Verteidigerin. Das sah der Schöffen-Senat um Richter Peter Egger auch so. Das nicht rechtskräftige Urteil, zwischen 12 und 18 Monate teilbedingt wegen versuchter Erpressung, nahm das Trio an.

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