Bei der Menge neu auf den Markt gebrachter Elektrogeräte sind Österreich und Deutschland mit rund 38 Kilogramm pro Person Spitzenreiter in der EU. Sie sammelten damit 2024 um sechs Kilogramm mehr an als im EU-weiten Durchschnitt, wie am Mittwoch veröffentlichte Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat zeigen.
Gleichzeitig wurden 2024 EU-weit nur rund zwölf Kilogramm an Elektrogerätschaften pro Person offiziell zur Entsorgung oder zum Recycling eingesammelt. Zum Vergleich: 2015 wurden der Statistik zufolge pro Person rund 18 Kilogramm Elektrogeräte angeschafft. Das entspricht einem Anstieg von fast 80 Prozent in neun Jahren. Treiber seien vor allem Großgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler und Photovoltaikmodule.
Der Bestand an elektronischen Geräten wuchs damit laut Eurostat um rund 20 Kilogramm pro Kopf. Ob die zusätzlichen Geräte noch genutzt, schlicht gehortet oder inoffiziell entsorgt wurden, bleibt demnach unklar.
Deutsche Umwelthilfe fordert Systemwechsel
Die Deutsche Umwelthilfe bezeichnete Deutschland beim Umgang mit Elektrogeräten als „Problemfall in Europa“. Einerseits belasteten die vielen verkauften Geräte Ressourcen und das Klima. Andererseits deute die vergleichbar kleine Menge an entsorgten Geräten darauf hin, dass in Deutschland viele Elektrogeräte illegal entsorgt würden und beispielsweise im Restmüll, in der Natur oder auf Deponien im Ausland landeten, sagte die Bundesgeschäftsführerin der Deutsche Umwelthilfe, Barbara Metz.
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