Fußball-WM-Vergabe

UEFA-Chef Platini weist Korruptionsvorwürfe zurück

Sport
09.12.2014 12:06
Michel Platini hat neuerlich jegliche Korruptionsvorwürfe gegen seine Person im Zusammenhang mit den umstrittenen Fußball-WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar zurückgewiesen. "Ich bin mehr als unschuldig. Ich habe weder einen Picasso, noch Goldbarren, Benzin oder Gas erhalten", sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Dienstag dem französischen Radiosender "Europe 1".

Die "Sunday Times" hatte am 30. November geschrieben, dass der UEFA-Chef kurz vor der Wahl der WM-Veranstalter am 2. Dezember 2010 von einem Mitglied des russischen Bewerbungskomitees ein Gemälde erhalten habe, das dem Maler Pablo Picasso zugeschrieben wird. Platini hatte diesen Bericht sofort als "frei erfunden" dementiert und sich rechtliche Schritte gegen die Zeitung vorbehalten.

"Aus Überzeugung für Katar und Russland gestimmt"
Auf die Frage, ob diese Gerüchte aus dem Umfeld von Weltverbands-Präsident Joseph Blatter gestreut worden sein könnten, lautete Platinis Antwort: "Ich weiß es nicht, es waren auch andere Interessen im Spiel. Viele wollten eine WM in den USA sehen. Aber ich wiederhole, dass ich immer aus Überzeugung für Katar und Russland gestimmt habe. Ich will, dass der Fußball neue Regionen erschließt."

Gleichzeitig betonte der 59-jährige Franzose, dass, "falls es Beweise für Korruption gibt, die WM-Endrunden neu vergeben werden" und der Internationale Fußball-Verband (FIFA) "frischen Wind" brauche. Platini werde deshalb bei der Wahl des FIFA-Präsidenten am 29. Mai in Zürich weder dem Schweizer Amtsinhaber Blatter noch dessen bisher einzigen Herausforderer Jerome Champagne seine Stimme geben. "Das Image der FIFA ist sehr, sehr, sehr schlecht, deshalb wäre es gut, wenn er (Blatter) aufhört", meinte Platini. Er hofft, dass sich noch ein dritter Kandidat für das FIFA-Präsidentenamt findet.

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