Fr, 17. August 2018

US-Geisel tot

08.12.2014 14:20

Familie kritisiert missglückte Befreiungsaktion

Die Familie des bei einem missglückten Befreiungsversuch im Jemen getöteten Fotojournalisten Luke Somers hat die Kommandoaktion der US-Armee kritisiert. Die Familie hätte weitere Verhandlungsversuche einer gewaltsamen Befreiung vorgezogen, sagte am Montag Penny Bearman, die Stiefmutter des britisch-stämmigen US-Fotojournalisten.

Der Zeitung "The Times" sagte Bearman, auch ihr Stiefsohn hätte einer Verhandlungslösung sicherlich den Vorzug gegeben. Mit Blick auf Drohungen der Geiselnehmer vom Netzwerk Al-Kaida, den 33-Jährigen binnen 72 Stunden zu töten, sollten die USA nicht mehrere Forderungen der Kidnapper erfüllen, sagte Bearman: "Es gab schon vorher Drohungen, die nicht wahr gemacht wurden."

Somers Vater Michael sagte der BBC, hätte es keinen Rettungsversuch gegeben, wäre sein Sohn noch am Leben. Dennoch wolle er der US-Regierung keine Vorwürfe machen. "Hätten sie ihn rausgeholt, würden wir sie jetzt loben." Somers, der im September vergangenen Jahres entführt worden war, war zusammen mit einer südafrikanischen Geisel bei einem Kommandoeinsatz von US-Soldaten und irakischen Sicherheitskräften am Samstag im Südosten des Jemen getötet worden.

Getöteter Südafrikaner hätte freigelassen werden sollen
Die Witwe des getöteten Südafrikaners Pierre Korkie erklärte am Sonntagabend, ihre Familie wolle "vergeben". "Wir haben uns entschieden, uns bei den Gedanken an Pierre zu freuen und ihn in unseren Herzen weiterleben zu lassen", statt einen Streit um seine missglückte Befreiung zu führen. Korkie hätte nach Angaben einer Hilfsorganisation am Sonntag freigelassen werden sollen, dies wurde durch die missglückte Befreiungsaktion am Samstag verhindert.

Für den südafrikanischen Lehrer hatten die Geiselnehmer drei Millionen Dollar Lösegeld gefordert. Der Organisation Gift of the Givers zufolge waren bereits Vorbereitungen getroffen worden, um den 57-Jährigen auszufliegen. Der Südafrikaner und seine Frau Yolande waren Ende Mai 2013 in der Stadt Taes entführt worden, wo sie vier Jahre lang als Lehrer gearbeitet hatten. Yolande Korkie wurde im Jänner freigelassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.