0:3 bei Rapid

Maierhofer: “Pfiffe? Werde jetzt nicht weinen”

Sport
30.11.2014 12:16
Stefan Maierhofers Wiedersehen mit seinem Ex-Klub verlief nicht nach seinen Vorstellungen. "Der Lange" verlor mit Wiener Neustadt bei Rapid mit 0:3, er selbst blieb weitgehend wirkungslos. Trotzdem wurde er bei seiner Auswechselung von Rapid-Fans ausgepfiffen und beschimpft. "Aber deswegen werde ich jetzt nicht weinen", so Maierhofer. Alle Tore und Highlights vom Spiel sowie aller anderen Samstagsspiele sehen Sie ab 20 Uhr auf krone.at.

Obwohl Maierhofer diesmal eher mäßig spielte, gab es von Neo-Wr. Neustadt-Trainer Helgi Kolvidsson Lob für seinen Stürmer. "Er ist positiv verrückt genug, um die anderen mitzureißen", meinte Kolvidsson. Im Gegensatz zu seinem Debüt vor einer Woche gegen den WAC blieb Maierhofer gegen Rapid jedoch wirkungslos. "Rapid war der verdiente Sieger", gab der 2,02-Meter-Stürmer zu und bedankte sich beim Hütteldorfer Goalie Jan Novota.

"Sonst hätte ich Rot gesehen"
Der Slowake hatte bei einem mit der Gelben Karte bedachten Foul Maierhofers auf allzu große Theatralik verzichtet. "Sonst hätte ich wahrscheinlich Rot bekommen", vermutete der Ex-Teamstürmer, der bei seiner Auswechslung von Rapid-Fans ausgepfiffen und beschimpft wurde. "Aber deswegen werde ich nicht weinen. Ich habe für Rapid immer alles gegeben", sagte der frühere Grün-Weiße.

Rot für Schöpf ungerecht?
Ärgerlicher war für Maierhofer der Ausschluss seines Klubkollegen Daniel Schöpf. "Das war nicht nachvollziehbar." Der von Schöpf gefoulte Steffen Hofmann meinte über die umstrittene Szene: "Er ist mir von hinten auf die komplette Wade gestiegen. Ich weiß nicht, ob es Rot war, aber der Schiedsrichter ist gut gestanden", sagte der Deutsche.

Rapid atmet durch
Bei Rapid war nach dem 3:0-Heimsieg dagegen Durchatmen angesagt. Der Erfolg über die Niederösterreicher war Balsam auf die Wunden des Fußball-Rekordmeisters, der nach davor drei Niederlagen in Folge schwer in die Kritik geraten war.

Umso mehr freute sich Trainer Zoran Barisic über einen "wichtigen Schritt", wie er betonte. "Aber es gibt noch viel zu tun." In den vergangenen Tagen hatte der 44-Jährige intensive Gespräche mit seiner Mannschaft geführt. "Da ist es darum gegangen, was es bedeutet, für Rapid zu spielen, dass man eine große Verantwortung hat und viele Pflichten zu erfüllen hat", erzählte Barisic.

Die Unterredung erzielte die gewünschte Wirkung, immerhin war der Erfolg über das Schlusslicht nie in Gefahr. "Die Mannschaft wollte unbedingt zeigen, dass sie es besser kann als in Grödig." Das 1:3 bei den Salzburgern in der Vorwoche bezeichnete Barisic als zweitschlechtestes Rapid-Spiel seit seinem Amtsantritt im April 2013. Eine noch dürftigere Leistung lieferten die Grün-Weißen laut Barisic nur beim 2:2 vor einem Jahr ebenfalls in Grödig ab.

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