16.11.2014 08:18 |

"Schon im Jahr 1178"

Erdogan: Muslime waren vor Kolumbus in Amerika

Nicht Christoph Kolumbus, sondern islamische Seeleute haben den amerikanischen Kontinent entdeckt - dies behauptet zumindest der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. "Kontakte zwischen Lateinamerika und dem Islam lassen sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen", sagte Erdogan am Samstag in Istanbul in einer vom Fernsehen übertragenen Rede während eines Gipfeltreffens mit lateinamerikanischen Muslimen.

"Muslimische Seeleute erreichten schon im Jahr 1178 Amerika. Kolumbus selbst erwähnte eine Moschee auf einem Hügel an der Küste Kubas", sagte Erdogan. Der Staatschef erklärte sich sogar dazu bereit, an der erwähnten Stelle erneut eine Moschee zu erbauen.

Kolumbus wollte eigentlich nach Indien
Den Geschichtsbüchern zufolge entdeckte der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus (Cristoforo Colombo) 1492 auf der Suche nach einer westlichen Passage nach Indien den amerikanischen Kontinent. Bewusst war ihm die Entdeckung eines bisher unbekannten Erdteils aber nicht. Erst Amerigo Vespucci gab dem neuen Kontinent seinen Namen.

In einem umstrittenen Artikel hatte der Historiker Youssef Mroueh bereits 1996 Kolumbus' Tagebucheintrag zitiert. Seine Kollegen weltweit interpretieren diesen jedoch anders - nach ihrer Auffassung nutzte Kolumbus die Moschee nur als bildhaften Vergleich zur Beschreibung der Hügelkette.

Wikinger waren schon früher in Amerika
Wenn man allerdings noch weiter in der Geschichte zurückgeht, dann stößt man sogar auf erste temporäre Siedlungen der Wikinger, die unter Leif Eriksson bereits 500 Jahre vor Kolumbus auf den neuen Kontinent gestoßen waren. Allerdings begann erst nach dem Italiener die dauerhafte Besiedlung Amerikas.

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