Viel Spannendes aus der Geschichte wurde und wird erforscht; der Geschichtsverein für Kärnten publiziert die oft überraschenden Erkenntnisse. Doch was, wenn jemand blind oder stark sehbehindert ist?
„Barrierefreiheit bedeutet auch, Zugang zu Wissen und Geschichte zu schaffen. Genau hier setzt unsere Idee an: Kärntner Geschichte wird hörbar und damit für mehr Menschen zugänglich“, so Heinz E. Pfeifer, der Präsident des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kärnten (BSVK).
Der BSVK hat beim Geschichtsverein eine Lösung angeregt. Nun startet unter dem Motto „CARINTHIA – Kärntner Geschichte zum Hören“ ein neuer Podcast in Kärnten. Es ist ein Projekt von Geschichtsverein für Kärnten sowie Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten.
„Wir können durch diesen Service mehr Menschen mit unseren Inhalten erreichen. Zudem haben auch einige unserer Vereinsmitglieder über ihr beeinträchtigtes Sehvermögen berichtet“, sagt Geschichtsvereinsdirektor Wilhelm Wadl.
Die Podcast-Folgen sind als Lesung, Gespräch mit der Autorin oder dem Autor oder als Kurzvortrag gestaltet. Für die Umsetzung stellt der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten seine fachliche Kompetenz und seine technische Ausrüstung zur Verfügung. Vier Beiträge sind bereits fertig, weitere sollen in unregelmäßigen Abständen folgen.
Publikationen künftig gespickt mit QR-Codes
In den ersten Folgen geht es um die seit 1811 erscheinende Geschichtsvereins-Zeitschrift „Carinthia I“ und um die dunkle Vergangenheit der Villa Roseneck in Pörtschach. Wilhelm Wadl hat einen Podcast über die Entstehung und Entwicklung der Kärntner Gemeinden aufgenommen. Die Partys und Sportevents der 1950er-Jahre im Pörtschacher Hotel Werzer-Astoria sind Thema des Podcasts von Historikerin Heidi Rogy und Grafikerin Alice Burger. Er basiert auf einem Beitrag im aktuellen Bulletin des Geschichtsvereines. „Vor allem auch unser Bulletin soll Quelle vieler weiterer Podcasts werden und mit den entsprechenden QR-Codes nur so gespickt sein“, erklärt Wadl.
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