Ziviltechnik-Chefin

Sparstift am Bau: „Der Kuchen wird kleiner“

Oberösterreich
22.08.2026 11:20
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Zwar gibt es beim privaten Wohnbau derzeit einen leichten Aufschwung, aber der wird durch das eiserne Sparen der öffentlichen Hand wieder zunichtegemacht, sagt Corona Stöger, die wiedergewählte Vertreterin der Ziviltechniker in Oberösterreich und Salzburg.

Mehrere Banken meldeten zuletzt einen Anstieg bei den Wohnbaukrediten. In der krisengebeutelten Bauwirtschaft kommt dieser Aufschwung aber (noch) nicht an: „Der private Sektor ist sehr zurückhaltend. Das wird jetzt vielleicht eine Spur besser. Aber das, was die Privaten beginnen, aufzuholen, wird bei den Gemeinden weniger“, sagt Cora Stöger. Denn die öffentliche Hand muss bekanntlich eisern sparen. „Sanierungen, zum Beispiel im Kanalbau, können momentan nicht gemacht werden.“

Stöger wurde kürzlich als Präsidentin der Ziviltechniker in Oberösterreich und Salzburg wiederbestellt. In Oberösterreich vertritt sie damit rund 800 Branchenkolleginnen und Branchenkollegen.

Cora Stöger ist erneut Chefin der Ziviltechniker in OÖ und Salzburg.
Cora Stöger ist erneut Chefin der Ziviltechniker in OÖ und Salzburg.(Bild: FRANZ NEUMAYR)

„Vereinfachung wäre dringend notwendig“
Ziviltechniker sind als Architekten oder Ingenieure tätig – und spüren damit als erste, wenn es mit dem Bau wieder aufwärts geht. Oder eben nicht: „Der Kuchen wird insgesamt kleiner. Viele Büros merken die starken Auftragsrückgänge“, sagt Stöger. Sie fordert einen Abbau von Bürokratie: „Wir sind viel auf Behördenwege angewiesen. Eine Vereinfachung wäre ganz dringend notwendig.“

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