29.10.2014 16:50 |

Extra angeheuert

Islamist (14): 25.000 Dollar für Attentat?

Erschütterndes Geständnis: Jener jugendliche IS-Sympathisant, der - wie berichtet - in St. Pölten verhaftet wurde, streitet gar nicht ab, einen Bombenanschlag geplant zu haben. Laut "Krone"-Informationen sei der 14-Jährige extra dafür angeheuert worden. Und der Schüler soll längst nicht der einzige sein.

Seine Familie ist fassungslos, seine Freunde hatten ihn nie ernst genommen - niemand hätte geglaubt, dass sich der Jugendliche aus St. Pölten tatsächlich derartig radikalisiert hatte.

Doch das hat er, wie der seit acht Jahren in Österreich lebende gebürtige Türke bei den Einvernahmen bestätigte. Ja, er wolle für den Dschihad kämpfen und nach Syrien ziehen, ja, er habe sich im Internet Anleitungen für den Bombenbau angesehen, und ja, er hatte geplant, Sprengsätze an stark frequentierten Plätzen zu deponieren. Als eines seiner Ziele habe der 14-Jährige den Wiener Westbahnhof genannt.

Noch weitere Burschen in den Startlöchern?
Wie die "Krone" von Insidern erfuhr, sollen die Attentatspläne des 14-Jährigen nicht von ungefähr kommen. An die 25.000 Dollar seien dem im Internet geköderten Jugendlichen dafür versprochen worden. Wie auch eine Sonderstellung innerhalb des IS im "Heiligen Krieg" - denn die Bombe hätte er "nur" deponieren, sich selbst nicht mit in die Luft sprengen sollen. Und: Noch zwei weitere Burschen stünden demnach bereits in den Startlöchern - mit weiteren Aufträgen...

Mit "moderner Bildung" gegen Radikalisierung
Doch was bringt Jugendliche in Europa dazu, in den Krieg des IS zu ziehen? "Die Jugendlichen kommen auf diese Ideen nicht selbst. Sie lernen diese im Elternhaus, in Moscheen und subventionierten Kulturvereinen, im Koranunterricht sowie im Internet. Der Dschihadist ist das schreckliche Resultat", sagte der Politikwissenschaftler und Autor kritischer Bücher zum Islam, Hamed Abdel-Samad, zur "Krone".

Ein Mittel gegen die Radikalisierung sei nach Ansicht von Abdel-Samad eine "moderne Bildung", deren Voraussetzung und Ziel die Freiheit des Menschen ist und die dazu befähigt, Politik und Gewalt von Religion zu trennen. "Die islamischen Glaubensgemeinschaften dürfen keinen Einfluss auf die Kinder haben, sonst leistet Europa durch eine falsche Toleranz dem Terror Vorschub. Der Koran muss als historisch bedingtes Menschenwerk verstanden und ausgelegt werden - und nicht als absolutes Wort Gottes. Notwendig ist eine rasche Anpassung an die heutige Zeit", so der Experte.

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