15.03.2006 17:18 |

Am Weg nach L.A.

Klimt-Bilder auf dem Weg in die USA

Die fünf Klimt-Gemälde aus der Österreichischen Galerie Belvedere, die an die Erben nach Bloch-Bauer restituiert wurden, sind am Dienstag von einer Transportfirma abgeholt worden. Sie befinden sich bereits auf dem Weg in die USA und sollen zunächst im Los Angeles County Museum Of Art (LACMA) gezeigt werden.

Bei den Bildern handelt es sich um die Gemälde "Adele Bloch-Bauer I", "Adele Bloch-Bauer II", "Apfelbaum", "Buchenwald/Birkenwald" und "Häuser in Unterach am Attersee". Der langjährige Rechtsstreit zwischen den Erben und der Republik Österreich wurde im Jänner durch einen Schiedsspruch zu Gunsten der Erben um Maria Altmann entschieden. Im Februar hatte die Bundesregierung beschlossen, das der Republik eingeräumte Vorkaufsrecht nicht wahrzunehmen. Diverse Rückkauf-Aktionen von anderer Seite waren bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Bemühungen um Ankauf für Österreich gehen weiter
Der Wiener Galerist John Sailer, der eine Initiative zur Gründung einer privaten "Österreichischen Kulturstiftung" angeregt hatte, berichtete von vielen teils sehr positiven Gesprächen mit Banken und Unternehmen, um eines oder mehrere der Bilder anzukaufen. "Unsere Bemühungen um einen Ankauf eines oder mehrerer Gemälde, insbesondere eines der beiden Bloch-Bauer Porträts, werden trotzdem weitergehen", so Sailer.

Auch wenn es wohl keine unbeschränkte Frist für einen Ankauf gebe, rechne er auf Grund seiner Gespräche mit Randol Schoenberg, dem Anwalt von Bloch-Bauer Erbin Maria Altmann, nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden Entscheidung für einen anderweitigen Verkauf oder eine Versteigerung der Gemälde. "Dafür braucht es die Zustimmung aller Erben."

Samstag, 15. Mai 2021
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