Mi, 15. August 2018

"Krone"-Interview

03.10.2014 20:15

Kienast: "Teilweise war das ja schon abartig"

Gegen Leader Wolfsberg darf Austria-Stürmer Roman Kienast wohl endlich wieder einmal von Beginn ran – wie es ihm damit geht und wie er auf seine lange Zeit der Leiden zurückblickt, das erzählt er "Krone"-Redakteur Florian Gröger im Interview.

"Krone": Roman – seit der Saison 2012/13 hattest du 49 Liga-Einsätze für die Austria, durftest dabei aber nur 13-mal von Beginn an ran. Womit das Spiel gegen Wolfsberg durch den Ausfall von Damari eine seltene Chance ist…
Roman Kienast: Wenn es so kommt, was mich extrem freuen würde, ja. Aber fix ist nix, im Fußball kann sich in jeder Sekunde alles ändern, das habe ich in den letzten zweieinhalb Jahren am eigenen Körper zu spüren bekommen.

"Krone": Der Verletzungsteufel hat es sich bei dir richtig gemütlich gemacht!
Kienast: Teilweise war das ja schon abartig! Die Knöchelverletzung, der Muskelfaserriss, dazu die drei Knieoperationen, immer war in den letzten 30 Monaten irgendwas. Diesmal habe ich endlich wieder eine Vorbereitung voll mitgemacht, will einfach nur ein Jahr ohne Verletzung bleiben.

"Krone": Welche Spuren hinterlässt das ständige Wechseln zwischen Rehabilitation, Bank und Tribüne?
Kienast: Tiefe, obwohl ich nach wie vor ein sehr positiver Typ bin! Man entwickelt durch die vielen Rückschläge eine mentale Stärke. Du musst dich eben immer wieder zurückkämpfen, wenn du dann die Chance bekommst, sollst du auf Knopfdruck funktionieren. Wobei manches für mich schon komisch war.

"Krone": Worauf spielst du an?
Kienast: Letzte Saison hab ich etwa gegen Wiener Neustadt einen Triplepack erzielt, bin danach wieder auf der Bank gesessen, wie in der Champions League nach meinem Tor beim 1:1 gegen Porto. Dankbarkeit ist keine Kategorie im Fußball. Da kommen dir manchmal schon Zweifel – aber ich versuche das ebenso zu verdrängen wie die Verletzungen.

"Krone": Dein letztes Liga-Tor datiert vom 7. Dezember 2013…
Kienast: Am wichtigsten ist jetzt nur ein Sieg über Wolfsberg. Ich war und bin immer Teamplayer, habe auch nie öffentlich über meine Rolle geraunzt.

"Krone": Der Rückstand auf die Tabellenspitze beträgt bereits zwölf Punkte…
Kienast: Was vor allem am Seuchenstart liegt. Zuletzt waren Leistung und Ergebnisse deutlich besser. Mit einem weiteren Dreier können wir wieder Boden gutmachen. Und sollte ein Kienast-Tor dabei helfen, bin ich sicher der Letzte, der etwas dagegen hat.

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