Fr, 22. Juni 2018

"Bleibt im Irak"

25.07.2014 18:11

Kurden garantieren Schutz für verfolgte Christen

Der Präsident der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak hat den bedrängten Christen im Land Militärschutz zugesagt. "Wir sterben zusammen, oder wir leben weiterhin in Würde zusammen", habe Massoud Barzani dem chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako und Bischöfen aus dem Nordirak versichert, berichtete Kathpress am Freitag.

Die autonome Region sei bereit, die vor der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS, vormals ISIS) aus Mossul geflohenen Christen aufzunehmen und deren Leben und ihre Heimat vor Terroristen zu beschützen, versicherte Barzani den Kirchenvertretern laut dem Bericht. Die Christen sollten nicht ins Ausland fliehen.

Kurdische Kämpfer wehrten Angriff ab
In den vergangenen Tagen hatten kurdische Peshmerga-Kämpfer laut Fides einen Angriff auf den Ort Tilkif in der sogenannten Ninive-Ebene zurückgeschlagen, einem traditionellen Siedlungsgebiet der Christen im Irak. Die Ebene grenzt an die autonome Region im Norden des Landes und wird von den Kurden beansprucht.

In einem Hilfsappell an die irakische Regierung hatten der chaldäische Patriarch und die nordirakischen Bischöfe die Kurden am Dienstag ausdrücklich für die Aufnahme und Unterstützung geflohener Christen gelobt.

Vertreter aller Glaubensrichtungen unterstützen Christen
Unterdessen demonstrierten Hunderte Iraker verschiedener Glaubensrichtungen in der Hauptstadt der autonomen kurdischen Autonomiegebiete gegen die Verfolgung von Christen durch IS. Muslime, Christen und Mitglieder politischer Parteien versammelten sich in Erbil vor der Vertretung der Vereinten Nationen.

Ein Vertreter der Muslime sagte an die Christen gerichtet: "Wir sind da, um euch zu unterstützen." Die Demonstranten übergaben einen Brief an die UN-Mitarbeiter, in dem sie Schutzmaßnahmen für die gefährdete christliche Minderheit forderten.

IS stellt sunnitischen Verbündeten Ultimatum
Während als die Unterstützung für verfolgte Christen offenbar stark ist, bröckelt offenbar die Allianz zwischen den Dschihadisten des "Islamischen Staates" und mehreren sunnitischen Gruppen, die sie bisher unterstützt haben. IS stellte laut dem Nachrichtenportal Sumaria News am Freitag in der Provinz Diyala fünf verbündeten sunnitischen Gruppen ein 48-Stunden-Ultimatum. Entweder ordneten sich die Kämpfer innerhalb der Frist unter, oder sie verließen die Region. Wenn nicht, müssten sie mit Bestrafung rechnen, hieß es weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.