Di, 19. Juni 2018

Beweise weggeschafft

21.07.2014 19:56

Boston-Attentat: Erstes Urteil gegen Unterstützer

Ein wegen Behinderung der Justiz angeklagter ehemaliger Studienfreund des Boston-Attentäters Dzhokhar Tsarnaev ist am Montag vor einem Gericht in Boston schuldig gesprochen worden. Azamat Taschajakow war vorgeworfen worden, wenige Tage nach dem Attentat auf den Bostoner Marathon im Vorjahr Beweise aus der Unterkunft Tsarnaevs entfernt zu haben. Das Strafausmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

So soll laut Anklage der ehemalige Studienkollege den Laptop sowie einen Rucksack mit Feuerwerkskörpern und Schwarzpulverrückständen aus dem Zimmer des Freundes verschwinden lassen haben. Alles sei in einer Abfalltonne entsorgt worden. Im Rucksack befanden sich unter anderem Feuerwerkskörper. Die Geschworenen befanden Taschajakow für schuldig, den Rucksack weggeworfen zu haben, allerdings nicht den Laptop.

Zweiter mutmaßlicher Helfer im Herbst vor Gericht
Diesen dürfte ein anderer Studienfreund, Dias Kadirbajew, beseitigt haben. Er muss sich deswegen ab September vor Gericht verantworten. Die Anwälte Taschajakows versuchten laut der Online-Ausgabe der "New York Times" während des Prozesses die Anklagepunkte vollständig auf Kadirbajew abzuwälzen und argumentierten, ihr Mandant hätte während der Beseitigung der Beweisstücke eher passiv in der Unterkunft Tsarnaevs herumgesessen und dem Freund zugesehen, wie dieser agierte.

Zum Zeitpunkt des Anschlags waren alle drei jungen Männer an der Universität von Massachusetts-Dartmouth inskribiert und nach dem Attentat erhielt Kadirbajew von Tsarnaev eine SMS, in welcher der Boston-Attentäter seinen Freund bat, alles aus der Unterkunft mitzunehmen.

Anklage strebt Todesstrafe gegen Boston-Bomber an
Der mittlerweile 20-jährige Dzhokhar Tsarnaev sitzt im Bundesgefängnis Fort Devens in Massachusetts ein. Bei seinem Prozess, der am 3. November beginnen soll, strebt das US-Justizministerium die Todesstrafe an. Die Verteidigung könnte US-Medien zufolge versuchen, die Tat vor allem dem bei der Fahndung nach den beiden Terroristen verstorbenen älteren Bruder, Tamerlan, zur Last zu legen.

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