Sie sind nicht nur Ikonen des österreichischen Kabaretts, sondern auch begnadete Schauspieler: Christoph Grissemann, Manuel Rubey und Robert Stachel im Kulturzentrum Alfa Laakirchen begeisterten mit der szenischen Lesung „Kunst“ von Jazmina Reza – ein Abend der Salzkammergut Festwochen.
„Eine weiße Scheiße“, urteilt Marc spontan, als er vor dem Kunstwerk „Weißes Bild mit weißen Streifen“ steht, „Die Vibration der Monochromie“ sieht Serge hingegen in diesem Bild, das er soeben erworben hat, zu einem Preis, der seine Finanzkraft eigentlich übersteigt.
Wie auch in anderen Stücken von Jazmina Reza, zerfetzen sich nach einem zunächst läppischen Anlass in „Kunst“ die Protagonisten bis zu wüsten Ausbrüchen. Übrig bleiben ein Psycho-Scherbenhaufen und schließlich eine feine Kunst-Lösung.
Als hätte Reza ihr Stück den Dreien auf den Leib geschrieben: Christoph Grissemann spielt den leicht arroganten, verbal rücksichtslosen Besserwisser Marc. Manuel Rubey ist als Ivan unsicher und harmoniesüchtig. Robert Stachel als Serge weiß auch wider besseres Wissen alles besser.
Das Trio zelebriert die Implosion der Männerfreundschaft mit messerscharfem Humor und bitterer Ironie, driften an Siedepunkten unvermittelt ins Kabarett, witzeln über Politik, auch der ORF muss herhalten, parodieren sich selbst, und setzen so zur Unzahl von Wendungen im Original noch eins an Witz und Überraschungen drauf, auch mal auf Wienerisch Oida!
Lesung, Schauspiel, Kabarett – Ein großartiger Abend der Salzkammergut Festwochen!
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