Zwei Studien, zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse! Nun geht es zwischen Liste Fritz und der Wirtschaftskammer im Bezirk Kitzbühel rund. Jeder wirft dem anderen eine nicht haltbare Ausgangsannahme für seine Berechnungen über den Wert von Freizeitwohnsitzen vor.
In einer Studie im Auftrag der Liste Fritz wird vorgerechnet, wie viele Millionen Euro eine ganzjährige Wohnungsnutzung statt vieler Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel bringen würde. Dabei ist unter anderem von mehr als 228 Millionen Euro Wertschöpfung die Rede. Die Konklusion von Fritz-Klubchef Markus Sint: „Freizeitwohnsitze sind für Kitzbühel und ganz Tirol ein Minusgeschäft. Die Einheimischen zahlen die Zeche.“
Rechenbeispiele „haben wenig mit Realität zu tun“
Für die Wirtschaftskammer Kitzbühel haben die Rechenbeispiele der Liste Fritz „wenig mit der wirtschaftlichen Realität zu tun“. Hermann Huber, Bezirksobmann Wirtschaftskammer Kitzbühel, sagt: „Es wird unterstellt, dass tausende Freizeitwohnsitze eins zu eins durch Erstwohnsitze oder touristische Nutzungen ersetzt würden – und zwar mit vergleichbaren wirtschaftlichen Effekten. Das ist fachlich fragwürdig.“
Die Liste Fritz kritisiert ihrerseits eine Wertschöpfungsstudie der Wirtschaftskammer Kitzbühel. Diese hat wiederum den finanziellen Nutzen legaler Freizeitwohnsitze betont. Von bis zu 200 Millionen Euro regionaler Wertschöpfung ist die Rede und „breiten Effekten“ für die Wirtschaft.
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