Noch vor wenigen Tagen hatte Luis Suarez in seiner Verteidigung beim Weltfußballverband FIFA jeglichen Beißversuch bestritten. Übereinstimmenden Berichten zufolge schrieb der 27-Jährige auf Spanisch, dass die Aktion mit Giorgio Chiellini "in keinster Weise wie beschrieben" passiert sei. Weder sei ein Biss erfolgt, noch habe er die Absicht gehabt zu beißen. Die Kehrtwende gab's am Montag: Er habe nun einige Tage mit seiner Familie verbracht, um in Ruhe über das Geschehene nachzudenken und darüber zu reflektieren. "Die Wahrheit ist, dass mein Kollege Giorgio Chiellini die physische Folge eines Bisses während der Kollision mit mir erlitten hat", schrieb der Angreifer.
FIFA sperrte Suarez für vier Monate
Wegen seiner Beißattacke wurde Suarez am vergangenen Freitag von der FIFA für neun offizielle Länderspiele mit Uruguay gesperrt. Zudem darf der Stürmer vier Monate lang keinen mit Fußball verbundenen Aktivitäten nachgehen. Damit nicht genug, muss der "Uru"-Bomber auch noch 100.000 Schweizer Franken Strafe zahlen. Die FIFA-Richter sprachen die Sanktionen nach Ansicht der TV-Bilder aus.
Adidas beendete Zusammenarbeit mit Suarez
Konsequenzen zog auch der Sportartikelhersteller Adidas, der sämtliche Werbemaßnahmen mit dem Liverpool-Stürmer während der WM stoppte. "Adidas duldet das jüngste Verhalten von Luis Suarez nicht. Wir werden ihn noch einmal an die hohen Verhaltensstandards erinnern, die wir an unsere Spieler stellen. Wir planen keine weiteren Marketingaktivitäten mit Suarez während der Fußballweltmeisterschaft 2014", sagte Unternehmenssprecher Oliver Brüggen.
Chiellini: "Alles vergessen"
Biss-Opfer Chiellini sprach sich nach der öffentlichen Entschuldigung von Suarez umgehend für eine Reduzierung der Sperre für Uruguays Stürmerstar aus. "Es ist alles vergessen. Ich hoffe, die FIFA wird deine Sperre verringern", twitterte der Italiener am Montag.
Hier gibt's noch einmal das Video zur Beißattacke.
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