Die Verlierer stellten den niederländischen Star an den Pranger. Schuld an der Verwirrung trug Arjen Robben selbst, der sich in einem Interview für eine "Schwalbe" entschuldigte. Allerdings meinte er damit eine Szene kurz vor der Pause und nicht jene in der Nachspielzeit, die zum von Klaas-Jan Huntelaar verwandelten Elfmeter, der den Sieg bedeutete, geführt hatte.
Zwar bestritt Rafael Marquez, Robben kurz vor dem 2:1 getroffen zu haben, die Fernsehbilder bewiesen aber etwas anderes. Auch wenn Robben die Einladung des mexikanischen Kapitäns gerne annahm: "Manchmal muss man auch schlau sein." Unter ging in den Diskussionen, dass Robben bereits Mitte der ersten Hälfte einen Strafstoß hätte zugesprochen bekommen müssen. Das gab selbst Marquez zu: "Vor der Pause hätte Robben einen Elfmeter bekommen müssen."
Robben versteht Fehlinterpretationen nicht
Robben reagierte am Montag mit großem Unverständnis auf die Fehlinterpretation seines "Schwalben"-Geständnisses. "Ich dachte immer, Ehrlichkeit währt am längsten. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Es ist eine Schande", sagte der Niederländer. Der Vize-Kapitän der Elftal sprach zwar von einer "dummen Aktion", diese habe aber keinen Einfluss auf das Ergebnis genommen.
"Es gab zwei Situationen, wo es klare Elfmeter waren, und einer davon wurde gegeben", sagte der Flügelflitzer von Bayern München. "Dabei sollten wir es belassen."
Keine Ermittlungen der FIFA
Ermittlungen durch den Weltfußballverband FIFA muss Robben nach seinem Geständnis nicht fürchten. "Wir ermahnen alle Spieler und Verbände immer zum Fair Play. Aber in diesem Fall handelt es sich nicht um ein schweres Vergehen", sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer am Montag in Rio de Janeiro.
Laut Paragraf 77a kann das FIFA-Disziplinarkomitee nachträglich Spieler bestrafen, die unbemerkt vom Schiedsrichter "schwere Vergehen" begangen haben. Offenbar wertet die FIFA einen Bruch der Fair-Play-Regeln nicht als einen solchen Verstoß.
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