Vor Cup-Derby

Das „Handball-Dorf“ brennt auf die Party-Sensation

Handball
04.04.2026 15:45

Volle Halle, viel Einsatz und richtige Emotionen – Eggenburg will im Cup-Viertelfinale den großen Rivalen Krems biegen und in die „Final Four“ einziehen. Mit dabei: Die große Hutecek-Dynastie. 

Das wird etwas Besonderes, ein Highlight! Der ganze Verein und die Stadt brennen auf diese Handball-Party,“ sagt Spielertrainer Sebastian Hutecek, der mit Zweitligist Eggenburg am Samstag (17.30, live im Stream auf sportkrone.at) im ÖHB-Cup-Viertelfinale den amtierenden Meister Krems fordert. „Die Halle wird bummvoll“, rechnet der Regisseur wie Sportchef Christian Lentschig mit über 800 Fans, die bei zwei Kantinenbereichen, Weinbar und Buffet bestens versorgt sein werden.

„Handball-Dorf“ fordert Rivalen
Auch sportlich ist das oftmals genannte „Handball-Dorf“ Eggenburg, bis zu den 1980ern sogar im Oberhaus und international vertreten, hungrig. „Es gab mit Krems stets eine Rivalität. Einige in unserem Kader wie Jonathan Provin oder Stephan Wiesbauer spielten schon dort. Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wir wollen als Kollektiv, mit Mentalität und dem achten Mann im Rücken Geschichte schreiben“, so Sebastian aus der „Hutecek-Dynastie“.

Sebastian Hutecek (li.) mit Teamstar und Bruder Lukas.
Sebastian Hutecek (li.) mit Teamstar und Bruder Lukas.(Bild: UHE Archiv)

Die ganze Familie Hutecek dabei
Mama Jutta ist Fan. Papa Alex, zweiter Sportchef, führte die Klubdamen gerade in die WHA. Bruder, ÖHB-Star und Deutschland-Legionär Lukas hilft aus der Ferne: „Ich mache die Matchvorbereitung mit, habe Krems genau analysiert.“ 

„Können viele Teams ärgern“
Der Topspieler von Lemgo (trifft Samstag auf Melsungen) coachte bei Besuchen in Eggenburg schon neben „Co“ Raimund Auß, dessen Sohn und Krems-Flügel Tobi ist ein guter Freund der „Hutis“. Einst stahl man im Nachwuchs als Staatsmeister den Großklubs die Show. „Ich bin mit vielen eng verbunden“, so Lukas. „Alle freuen sich, dass der Meister kommt. Mit einem Traumtag können sie viele Teams ärgern. Ich drücke die Daumen.“

Krems-Coach Ibish Thaqi freut sich auf den Cupfight.
Krems-Coach Ibish Thaqi freut sich auf den Cupfight.(Bild: GEPA)

Zurück zu Sebastian: Er, mit 27 zwei Jahre älter, erhielt zur Zeit bei Konstanz(D) 2024 das Angebot als UHE-Spielertrainer, feierte dann den Zweitliga-Aufstieg und studiert in Krems Physiotherapie. „Ich habe einen der gefragten Plätze bekommen, noch ein Jahr. Zeitlich nicht leicht alles – aber eine coole Aufgabe, die Freude macht. Ich habe den Klub professionalisiert. Wir haben noch viel vor.“

Krems sehr fokussiert
Das weiß auch Krems-Coach Ibish Thaqi: „Eggenburg macht viel. Wir freuen uns sehr, dort zu spielen – das gab’s nicht oft.“ Dass man nach dem Double 2019 im Cup stets im Viertelfinale rausflog? „Teils blöd, teils verdient. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst, wollen den ,Event’ aber auch genießen.“

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