Ehrenamtliche Arbeit

Zweite Sparkasse: Hilfe, wenn nichts mehr hilft

Oberösterreich
24.03.2026 14:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Ein Projekt, das auf vielen Seiten hilft, wenn sonst nichts mehr hilft: Die Zweite Sparkasse in der Linzer Weingartshofstraße steht nicht nur Menschen mit Geldproblemen zur Verfügung, sondern wird auch noch von pensionierten Sparkasse-OÖ-Mitarbeitern geführt – ehrenamtlich.

Es handelt sich also um eine spezielle Bank, die sich die „Krone“ einmal etwas genauer angesehen hat: Wer in finanzielle Schwierigkeiten gerät, fällt auch um viele Privilegien um. Der Zugang zu einem Konto und weitere Unterstützungen sind dann keine Selbstverständlichkeit mehr. Mit der Gründung der Zweiten Sparkasse in Linz haben Organisationen wie Schuldnerhilfe, Schuldnerberatung, Caritas oder Neustart seit 2011 eine Partner-Bank erhalten, an die sie ihre Kunden weiterleiten können.

Emotionale Geschichten bei der Ursachensuche
„Wir unterstützen dann mit Basiskonten, also Girokonten, die nicht ins Minus geraten können, und helfen den Kunden mit gezielter Beratung, wieder auf die Beine zu kommen“, erklärt mit Andrea Pfeiffer die Leiterin der Zweiten Sparkasse Linz. Zuallererst wird ein ehrlicher Blick auf die Einnahmen und Ausgaben geworfen, dann begibt man sich auf die Ursachen-Suche: „Oft verlaufen die Gespräche sehr emotional. Denn hinter jedem Menschen steht ein Schicksal“, so Pfeiffer.

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Immer mehr Menschen sind von Armut betroffen. Oft verlaufen die Gespräche sehr emotional. Hinter jedem Menschen steht ein Schicksal.

Andrea Pfeiffer, Zweite Sparkasse

In der Regel dauert eine Betreuung vier bis fünf Jahre, ehe die Ratsuchenden wieder in ein reguläres Bankverhältnis übertreten. Bisher wurden bereits 2600 Menschen auf dem Weg aus der finanziellen Not begleitet, aktuell werden rund 1300 Kunden betreut. „Die Tendenz ist steigend. Immer mehr Menschen sind von Armut betroffen. Vor allem die Anzahl an jungen Erwachsenen und Frauen bereitet uns mehr und mehr Sorgen“, klärt Andrea Pfeiffer weiter auf.

Ohne Bezahlung, aber dafür mit viel Herzblut
Ein großer Erfolgsfaktor für die Zweite Sparkasse sind die 40 Mitarbeiter, die sich nach ihrer Pensionierung in der Sparkasse OÖ ehrenamtlich als Berater engagieren. Renate Pintzinger aus Marchtrenk ist eine von ihnen. Die 74-Jährige legt für ihre Berufung genau die richtige Portion Herzblut an den Tag: „Jetzt, da ich selbst in der Pension bin, ist mir bewusst, wie wichtig eine frühzeitige Vorsorge ist.“ Mit so viel Engagement feiert die „Bank der zweiten Chance“ heuer ihr 15-jähriges Bestehen – und wird hoffentlich noch viele Jahre für Hilfesuchende da sein

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