„Familiäre Gründe“ dienten nur als Vorwand: Denn Vizebürgermeister Mario Springer legte aus ganz anderen Gründen sein Amt zurück. Vielmehr sei ein verbaler „Ausrutscher“ schuld daran gewesen.
„Ich will mich in den kommenden Jahren verstärkt meiner Familie und meinem beruflichen Werdegang widmen. Daher habe ich nach reiflicher und sorgfältiger Überlegung meine Funktion als Vizebürgermeister und alle Parteiämter zurückgelegt.“ Diese Zeilen hatte – wie kurz berichtet – Mario Springer aus Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten Ende Februar ausgeschickt. Doch die sehr persönlich anmutenden Worte des nunmehrigen Ex-SPÖ-Politikers klammern etwas Entscheidendes aus – nämlich einen Vorfall beim Faschingsumzug, zu dem nun immer mehr Details ans Licht kommen.
Konsequenzen aus Fehlverhalten
So soll er dort nach einigen Gläschen Alkohol mit einem Gemeindebürger in Streit geraten sein, diesen rassistisch beleidigt und auch Gemeindeinterna ausgeplaudert haben.
Zwar soll sich Springer am nächsten Tag entschuldigt haben, die betroffene Person diese Entschuldigung aber nicht angenommen haben. Wenig später verkündete der Kommunalpolitiker seinen Rücktritt. „Er hat persönliche Konsequenzen aus einem Fehlverhalten im privaten Bereich gezogen“, erklärt Bürgermeister Peter Reitzner.
Wildes Gerangel von FPÖ-Mandatar
Wie jetzt bekannt wurde, soll es sich aber nicht um den einzigen Vorfall bei diesem Event gehandelt haben. Ein FPÖ-Mandatar sei in ein wildes Gerangel verwickelt gewesen. Er habe sich aber lediglich verteidigt, als er nach einem verbalen Scharmützel angegriffen worden sei, beteuert der Freiheitliche, der bei der Attacke kurzzeitig das Bewusstsein verloren haben soll. Auch sein Gegenüber wurde verletzt. Der Fall wurde angezeigt.
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