Ehrliche Worte fand Herbert Gager im Rahmen einer Golfplatz-Eröffnung in Windischgarsten als Begründung dafür, warum er nicht wieder Amateure-Trainer bei der Wiener Austria werden wolle. Gager war kurz nach Rückrundenstart für den glücklosen Nenad Bjelica vom damaligen Coach der Jungveilchen zum Cheftrainer geworden. Immer mit der Option, auf seinen alten Posten zurückkehren zu können. Eine Option, die er nach einer Bedenkzeit von knapp drei Wochen für sich selbst nicht zog.
"Dann fällt es schwer, einen Schritt zurück zu machen"
Es war keine finanzielle Entscheidung. Die Austria bot Gager einen Zwei-Jahresvertrag zu verbesserten Konditionen. Aber Gager reizt die Herausforderung mehr. "Ich war zwölf Jahre bei der Austria, hab von der U13 bis zur Ersten alles trainiert. Wenn du einmal ganz vorne gestanden bist, dann fällt es schwer, wieder einen Schritt zurück zu machen", hofft der 44-Jährige weiter auf ein Engagement in der Bundesliga. Zuletzt wurde er mit St. Pölten in Verbindung gebracht.
Andi Ogris und sein Trainerteam bleiben somit auch kommende Saison für die Amateure verantwortlich, mit denen sie den Ostliga-Vizemeister-Titel geholt haben. Ogris hat noch ein Jahr Vertrag in der Akademie, dieser wird aber demnächst adaptiert. Wie es bei Gager weitergeht? "Jetzt spiel' ich mal Golf", grinst er. "Und hoffe, dass ich mir nicht den Schläger am Schädel hau'."
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